Transparenter Umgang mit Fehlern - klimafakten.de ergänzt seine redaktionellen Leitlinien

Die Redaktion von klimafakten.de ergänzt ihre redaktionellen Leitlinien. Neu aufgenommen wird eine Selbstverpflichtung zum Umgang mit Fehlern. So lautet nun der neue Punkt 7.:

"7. Eine korrekte Darstellung von Fakten, klare Quellenbezeichnungen und eine präzise Trennung zwischen Meinungen und Sachaussagen sind für uns unerlässlich. Mit dennoch auftretenden Fehlern gehen wir transparent um und korrigieren diese umgehend."

Einen konkreten Anlass für die Ergänzung (beispielsweise eine einzelne Fehlerkorrektur) gibt es nicht. Hintergrund der Ergänzung sind vielmehr die aktuellen Diskussionen über die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit von Journalismus. Außerdem geht es der Redaktion um eine klare Unterscheidbarkeit zu sonstigen Informationen in Sozialen Netzwerken und diversen digitalen Quellen. Im Zeitalter der Digitalisierung geraten die Qualitätsunterschiede zwischen professionellen journalistischen Formaten und sonstigen Quellen leicht in den Hintergrund: Früher konnte man beispielsweise eine seriöse Zeitung häufig schon an Machart und äußerem Erscheinungsbild erkennen oder daran, dass sie an Zeitungskiosken auslag.

"Verlässlichkeit einer Quelle ist nicht mehr so intuitiv erkennbar wie früher"

Zwar gibt es auch für digitale Inhalte klare Kriterien für serösen Journalismus oder professionelle Wissenschaftsberichterstattung - etwa im Pressekodex des Deutschen Presserates. Auch Projekte wie der Mediendoktor Umwelt haben hierfür genaue Kriterien erarbeitet. "Doch für viele Nutzer sind verlässliche Informationsquellen nicht mehr so intuitiv erkennbar wie im analogen Zeitalter", sagt klimafakten.de-Redaktionsleiter Carel Mohn. Gerade in einem Medium wie dem Internet, wo sich Inhalte jederzeit mit wenigen Mausklicks verändern lassen, gehöre der transparente Umgang mit Fehlern zum Kern des journalistischen Ethos': "Zu sagen: "Das habe ich im Internet gelesen", genügt eben nicht als Qualitätsmerkmal. Die Nutzerinnen und Nutzer brauchen vielmehr konkrete Erkennungsmerksmale für guten Journalismus - und sie sollen nachvollziehen können, was Korrektheit und Gründlichkeit bedeuten", so Mohn. "Deshalb haben wir die redaktionellen Leitlinien ergänzt, und deshalb berichten wir in dieser Meldung auch darüber."

Was den Umgang mit Fehlern betrifft, belässt es die klimafakten.de-Redaktion übrigens nicht bei dem allgemeinen Passus in den redaktionellen Leitlinien. In einem internen Redaktionshandbuch ist darüber hinaus festgelegt, wie im konkreten Einzelfall mit Fehlern und mit Korrekturen umzugehen ist. Dort heißt es:

  • "Ergeben sich neue Daten und Faktenlagen, dann wird der betreffende Text aktualisiert und dies am Ende des Textes mit einem entsprechenden Hinweis kenntlich gemacht.
  • Handelt es sich um eine ganz spezifische Stelle, sollte das ebenfalls erwähnt werden.
  • Im Falle von Texten in der Rubrik 'Fakten statt Behauptungen: Fakt ist…' wird jeweils am Ende des Textes auf den Zeitpunkt der letzten Aktualisierung hingewiesen. Einzelne Textänderungen werden dabei nicht im Einzelnen kenntlich gemacht.
  • Fehler, die den Sinn eines Textes (Programmes, Grafik) nicht verändern, werden ohne explizite Erklärung geändert. Darunter fallen beispielsweise:
    • Rechtschreib- und Tippfehler
    • fehlerhafte, unvollständige oder veraltete Links
    • Übersetzungsfehler, die den Sinn nicht gravierend beeinflussen."

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