"Randständiges anhören, aber einordnen"

Wie gut arbeitet ein Arzt? In der Medizin stehen dafür Begriffe wie Behandlungsleitlinien oder Integrierte Versorgung. Wie gut arbeitet ein Umweltjournalist? Dies analysiert das Dortmunder Projekt Medien-Doktor Umwelt – seit 2013 untersucht es auch Berichte zum Thema Klimaforschung. Wie also steht es um den Umwelt- und Klimajournalismus in Deutschland? Und wie sollten Medien zum Beispiel mit Minderheitenpositionen in der Wissenschaft umgehen? Ein Interview mit der leitenden Redakteurin Wiebke Rögener

Arktis statt Aktien, Dürre statt Dividende: Initiative will ARD-Sendung "Börse vor acht" ersetzen

Wochentags direkt vor der Tagesschau sendet die ARD derzeit Börseninformationen. Klima-Aktivisten wollen diesen Sendeplatz stattdessen für eine regelmäßige Berichterstattung über die Erderhitzung - und haben für eine Testausgabe per Crowdfunding bereits erfolgreich Geld gesammelt

Climate Story Lab: Mit starken Geschichten zum Klimawandel Menschen erreichen, inspirieren, mobilisieren - Wie geht das?

Das "Climate Story Lab" will erzählerische Formate als Teil der Klima-Kommunikation voranbringen. Nach zwei Stationen in New York und London kommt es im Oktober nach Berlin - klimafakten.de ist Medienpartner. Noch bis 15. Juli können sich Storytelling-Projekte aller Art zur Teilnahme bewerben.

Talkshow-Themen 2019: Die Klimadebatte findet statt. Aber nur in Deutschland

Zum dritten Mal hat klimafakten.de die Themen der großen TV-Talks des vergangenen Jahres ausgewertet: Doppelt so oft wie 2018 wurde 2019 das Klima zum Thema gemacht - und knapp fünfmal so häufig wie 2017. Die Talkshows in Österreich und der Schweiz jedoch lagen weit hinter jenen in Deutschland

Wie Medien der Klimakrise gerecht werden können. Versuch einer konstruktiven Medienkritik

Ein Klima-Ressort, spezielle Infokästen, Einbezug diverser Akteure - es gäbe viele Möglichkeiten, wie Medien besser über die Klimakrise und ihre Lösungen berichten könnten. Doch bislang machen viele Medien einfach weiter, wie bisher. klimafakten.de-Autorin Daniela Becker meint: Dieses strukturelle Versagen können wir uns nicht mehr leisten

"Die Klimakrise braucht eine Berichterstattung mit langem Atem. Ich spreche von Jahrzehnten"

Journalistinnen und Journalisten arbeiten meist mit kurzen Fristen, teils schlägt der Rhythmus der Berichterstattung von Tweet zu Tweet. Bei Themen wie dem Klimawandel jedoch braucht es einen langen Atem, einen ruhigen Blick. Der CNN-Journalist John D. Sutter startet deshalb eine echte Langzeitrecherche: Für ein Dokumentarfilmprojekt will er bis 2050 alle fünf Jahre dieselben vier Orte besuchen und die Folgen der Erderwärmung dokumentieren. In einem Gastbeitrag erklärt er sein Projekt

Begriffsdebatte im Klimajournalismus: "Alternativen sind besser als Verbote"

In den vergangenen Wochen und Monaten haben auch in deutschsprachigen Redaktionen und Journalistenzirkeln die Diskussionen zugenommen, welche Termini man verwenden solle für den 'Klimawandel'. Die Debatten seien wichtig, so der Darmstädter Journalistik-Professor Torsten Schäfer in seinem Gastkommentar. "Sprachbefehle" lehnt er dabei ab - mit einer Ausnahme

Correctiv: "Wir berichten seit Jahren über das Klimaproblem - aber es ändert sich nichts"

Stiftungsfinanziert, gemeinnützig, innovativ: Seit fünf Jahren testet das Recherchezentrum Correctiv neue Wege im Journalismus - seit ein paar Wochen nun auch mit einer speziellen Klimaredaktion. Am Wochenende zum Beispiel veranstaltet man gemeinsam mit Aktivisten und Wissenschaftlern ein "Klimacamp" in Kiel. So ernst wie das Klimaproblem inzwischen ist, argumentieren die Macher, genüge klassischer Journalismus nicht mehr - es brauche "neue Ansätze"

Mit Faktenchecks gegen Desinformation – wirkt das überhaupt?

Sogenannte "Fake News" werden häufig über Internetdienste und -plattformen verbreitet und setzen dabei auf Emotionen und Geschwindigkeit. Ein inzwischen auch bei vielen etablierten Medien als Format eingeführtes Gegenmittel ist Fact-Checking, auch hier bei klimafakten.de Zwar erreichen Aufklärung und Gegeninformation ausgerechnet jene nur selten, die sie am nötigsten hätten. Doch langfristig könnten sie dennoch sinnvoll sein

Wo steht der deutschsprachige Umwelt- und Klimajournalismus? Ein Überblick

Die mediale Berichterstattung über Klimawandel und ähnliche Themen hat in den vergangenen Jahren  merklich zugenommen. Es entstanden eigene Magazine, Webportale, Journalisten-Netzwerke - und drumherum eine Infrastruktur aus Hochschulen, Stiftungsinitiativen, Preisen. Zum Start der Themenwoche "Covering Climate Now", an der wir uns gemeinsam mit 200 Medien weltweit beteiligen, analysiert der Darmstädter Professor Torsten Schäfer die deutschsprachige grüne Medien-Landschaft

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