Ein
"Manometer!"-Durchblick
Die letzte Hitzewelle brachte nicht nur eine Extrembelastung für Krankenhäuser und Notaufnahmen, sondern traf vor allem ältere Menschen, Kinder, Schwangere, Obdachlose und Menschen mit Vorerkrankungen. Nach Einschätzung des RKI starben in Deutschland rund 5.100 Menschen an den Folgen der Hitze. Obwohl Hitzeschutz nach Ansicht der Bundesregierung vor allem Aufgabe von Ländern und Kommunen ist, fordern mehr als 150 Organisationen aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft, ihn verbindlich in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz zu verankern – über den Forderungskatalog wurde im Nachgang der letzten Hitzewelle vermehrt berichtet (beispielsweise im Deutschlandfunk).
Nach der letzten Hitzewelle hatte der Redaktionsleiter des Medienmonitorings brandmelder vom Netzwerk Klimajournalismus Deutschland die fehlende Kontextualisierung bemängelt: „Während Deutschland und Europa unter der schlimmsten Hitzewelle aller Zeiten leiden, ducken sich viele Politiker:innen einfach weg. Das geht nur, weil die Medien sie lassen." Die zugespitzte Lage im brennenden Frankreich, in Spanien und Portugal war diesen Monat präsenter auf Titelseiten und in Sondersendungen – Hitze, Waldbrände, extreme Dürre wurden auch in Zusammenhang mit Klimaschutz diskutiert, u.a. in der in der Münchner Runde des Bayerischen Rundfunk. Studien zeigen, warum das für Deutschland zunehmend relevant wird: Trockenheit und Hitze lassen es in Wäldern hierzulande deutlich mehr brennen, zuletzt im Müritz Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern. Die höchste Zahl an Bränden wird in Brandenburg gefolgt von Niedersachsen verzeichnet. Waldbrand- und Katastrophenschutz, die Räumung von Munitionsaltlasten und der Waldumbau gehören zu den zentralen Aufgaben der Klimaanpassung.
Haushaltsplanung 2027 setzt andere Prioritäten
Während die Hitzewelle über Deutschland und Europa hinwegfegte, arbeitete Finanzminister Lars Klingbeil an den Haushaltsentwürfen für 2027 und am Wirtschaftsplan für den Klima- und Transformationsfonds (KTF), table media berichtete. Beide sehen zwar weiter hohe Ausgaben für Klimaschutz vor, zugleich aber auch Kürzungen und Umschichtungen. Die Bundesregierung spricht von einem Dreiklang aus Investitionen, Strukturreformen und Konsolidierung, Kritiker:innen sehen darin einen Rückschritt beim Klimaschutz. Bislang waren Kürzungen im Klima- und Transformationsfonds (KTF) ein Tabu, denn mit ihm will die Bundesregierung eigentlich die Klimakrise bekämpfen.
Konkret sollen bis 2030 mehr als 13 Milliarden Euro aus dem KTF in den Kernhaushalt umgeleitet werden – für 2027 sind rund 2,7 Milliarden Euro aus dem Emissionshandel vorgesehen. Betroffen sind vor allem noch nicht fest bewilligte Förderprogramme, darunter Zuschüsse für den privaten Kauf von E-Autos, Heizungs- und Sanierungsförderung, E-Busse, Energieforschung und Energieeffizienzberatung. Laut Berliner Morgenpost rechtfertigt das Finanzministerium ohne Zahlen zu liefern, dass man mit weniger Geld die gleiche klimaschützende Wirkung erreichen könne.
Auch wenn die Bundesregierung im KTF nicht den Klimaschutz insgesamt kürzt, so verschiebt sie die Prioritäten deutlich: weg von Förderprogrammen, hin zu Haushaltskonsolidierung und Energiepreis-Entlastung.
Das Bundesfinanzministerium hält das für sachgerecht, Kritiker:innen sprechen dagegen von Zweckentfremdung. Viele Beobachter:innen sehen zwischen den wachsenden Klimarisiken und der Haushaltsplanung einen Widerspruch. GermanZero kündigte an, die Frage der KTF-Umschichtungen rechtlich prüfen zu lassen und sprach von einem möglichen „Klimamilliarden-Klau“. Ob die Mittelverwendung rechtlich zulässig ist, soll ein Gutachten klären. „Denn es gibt rechtliche Vorgaben, wie viel Geld in den Klimafonds fließen muss und wofür das Geld aus dem CO2-Preis, das wir von der EU bekommen, verwendet werden muss.“ (GermanZero Juli-Newsletter).
Auch in der schwarz-roten Koalition gibt es Widerspruch. CDU-Vizefraktionschef Sepp Müller warnte, die Abführung von Geldern aus dem KTF könne der Beginn einer schrittweisen Aushöhlung des Fonds sein. Die energiepolitische Sprecherin der SPD, Nina Scheer, fordert dagegen deutlich mehr Tempo beim Ausstieg aus fossilen Ressourcen und mehr Anstrengungen statt Kürzungen. Der Frankfurter Rundschau sagte sie:„Dies lassen uns sowohl der Irankrieg als etwa auch die Rekordhitzewellen unmissverständlich spüren.“
Auch wenn die Bundesregierung im KTF nicht den Klimaschutz insgesamt kürzt, so verschiebt sie die Prioritäten deutlich: weg von Förderprogrammen, hin zu Haushaltskonsolidierung und Energiepreis-Entlastung. Damit schwächt sie genau die Programme, die für Gebäudesanierung, Wärmewende und klimafreundliche Mobilität wichtig sind. Auch die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen wie Hitzeschutz und Waldumbau lässt sie im unklaren. Nach dem Kabinettsbeschluss vom Juli berät nun der Bundestag über den Etat, die Verabschiedung ist für Ende November geplant.
"Manometer!"-Überblick
Neuigkeiten aus der Forschung
Neue Handreichung zu Populismus und Umweltpolitik
Populistische Parteien inszenieren Klimapolitik als Kulturkampf. Das deutsche Umweltbundesamt hat in einem 56-seitigen Bericht herausgearbeitet, wie sie dabei vorgehen und was man dagegen tun kann.
Populist:innen bemühen folgende sieben Erzählungen, um Umweltpolitik auszubremsen: „Der Klimawandel ist ein Schwindel“ (Narrativ einer inszenierten Klimakrise), die Lösung gehe „auf Kosten der Volkswirtschaft“ (Narrativ einer geplanten Deindustrialisierung) und „zu Lasten des Volkes“ (Narrativ der beabsichtigten Benachteiligung). Es drohe eine „Ökodiktatur“ (Narrativ der Freiheitsberaubung), Klimaschutzmaßnahmen seien „wider gesunden Menschenverstand“ (Narrativ eines elitären Ideologieprojektes), die Klimapolitik werde „gelenkt durch globale Kräfte“ (Narrativ des bedrohten Nationalstaats) und „bedrohe Kulturlandschaften“ (Narrativ der Natur- und Heimatzerstörung).
Um diesen Erzählungen die Kraft zu nehmen, hat das Umweltbundesamt vier Prinzipien für eine „souveräne Umweltpolitik“ erarbeitet:
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Polarisierung vermeiden
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Nähe zu Bürger:innen schaffen
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Selbstbewusst für den Schutz von Mensch und Natur eintreten, statt sich von Angriffen einschüchtern zu lassen
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Mehr über Populismus lernen, um Strategien frühzeitig zu erkennen.
Aufbauend auf diese Prinzipien liefert das Umweltbundesamt weitere Handlungsempfehlungen. Wer sich dafür interessiert, kann den Bericht kostenlos hier downloaden: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltpolitik-die-populistische-herausforderung
Presseschau
Wie die BILD-Zeitung das Heizungsgesetz kippte
Der Boulevard hat mit einer Kampagne das deutsche Gebäudeenergiegesetz der Ampelregierung sabotiert. Das zeichnet eine brisante Analyse nach, die das Fachjournal Energy Research & Social Science unter dem Titel „Heating up the headlines: How tabloid framing reshaped Germany's Buildings Energy Act" veröffentlicht hat. Laut dem Forschungsteam habe die Bild-Zeitung die Gesetzesreform „zu einer der polarisierendsten politischen Kontroversen der jüngeren deutschen Geschichte“ gemacht.
Die Kampagne hatte konkrete Folgen für die Politik, schreiben die Forschenden. Sie zählen dazu, dass die Regierung die 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien schrittweise verwässerte, bis sie ganz fiel – und dass sie geplante Energieeffizienzstandards für Gebäude strich. „Der Fall zeigt, dass die Darstellung in der Boulevardpresse direkt in gesetzgeberische Ergebnisse einfließen kann, mit messbaren Folgen für die Ambitionen der Klimapolitik, und verdeutlicht die Anfälligkeit der Klimagesetzgebung im Zeitalter des digitalen Populismus.” Wie der STANDARD auf Basis der Studie herausgearbeitet hat, trug die Stimmungsmache in Deutschland auch wesentlich dazu bei, das österreichische Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG) kaputt zu machen.
Zur Studie geht’s hier: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2214629626003038?via%3Dihub
Zum STANDARD-Artikel hier: https://www.derstandard.at/story/3000000331145/wie-der-deutsche-boulevard-oesterreichs-heizungsgesetz-zu-fall-brachte
Vernetzung für Klimaaktive
Neue Klimafakten-Weiterbildung in Berlin
Klimafakten.de bietet in Zusammenarbeit mit der Akademie für Kirche & Diakonie von 9. bis 13. November eine Weiterbildung in Berlin an, die sich an Mitarbeitende der Kirchen richtet. Die Teilnehmenden werden dabei lernen, wie man Menschen und Zielgruppen im eigenen Umfeld für den Klimaschutz gewinnen kann. „Wir kombinieren fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse, erprobte Methoden und jahrelange Praxiserfahrung”, so die Veranstalter. Die Weiterbildung stellt zahlreiche Vorzeigebeispiele vor und eröffnet die Möglichkeit, das Gelernte direkt in die Praxis umzusetzen. Vorkenntnisse zum Thema Klimakommunikation sind nicht notwendig.
Alle Informationen zur kostenpflichtigen Veranstaltung gibt’s hier: https://www.klimafakten.de/akademie/workshops/weiterbildung-wirksame-klimakommunikation-november-2026-mit-der-akademie-fuer
Fundstücke des Monats
Klimanostalgie & Klima in Zahlen
Immer wieder fallen während Hitzewellen relativierende Sätze wie „Das war früher doch auch schon so“. Aber stimmt das auch? Vermeintliche Erinnerungen fordert die deutsche Webseite „Klimanostalgie” mit historischen Wetterdaten heraus. „Ohne erhobenen Zeigefinger, sondern als Möglichkeit, genauer hinzuschauen”, wie es auf der Seite heißt.
Die Langzeitdaten gibt’s für Deutschland nicht nur auf Bundes- und Länderebene, sondern auch für die einzelnen deutschen Kommunen.
Zur Webseite geht’s hier: https://www.klimanostalgie.de/
Auf Live-Charakter setzt hingegen die Initiative „Klimakrise in Zahlen”, die die Auwirkungen der Erderhitzung topaktuell vermisst. Sie präsentiert dabei nicht nur die Kosten, die der Klimawandel verursacht – von Europas Hitzetoten über die verlorene Eismasse in Grönland bis hin zu steigenden deutschen Bundesausgaben für Klimawandelanpassung. Sondern sie listet auch auf, wo sich Trends in die richtige Richtung entwickeln– etwa beim PV-Zubau in Deutschland, den weltweit sinkenden Wind-Stromkosten und dem seit 1990 fallenden EU-Treibhausgasausstoß.
Wer mehr erfahren will, klickt hier: https://www.klimakrise-in-zahlen.de
Neuigkeiten aus der Forschung
Politik unterschätzt die Zustimmung zum Klimaschutz
Ob Politiker:innen sich für Klimaschutzmaßnahmen stark machen, hängt wesentlich davon ab, ob sie glauben, die Wähler:innen würden die Maßnahmen akzeptieren. Aber haben die Entscheidungsträger:innen mit ihrer Einschätzung recht? Wissenschaftler:innen haben dazu rund 1600 aktive deutsche Politiker:innen befragt. Das Ergebnis ihrer Studie, die das Fachjournal communications earth & environment veröffentlicht hat, ist eindeutig. „Über alle politischen Parteien hinweg unterschätzten die Befragten die Akzeptanz von Steuern und Gesetzen in der Öffentlichkeit sowie die Bereitschaft, 1 Prozent des Einkommens zur Eindämmung des Klimawandels beizusteuern“, schreiben die Studienautor:innen und kommen zum Schluss: „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine wirksame Bekämpfung des Klimawandels möglicherweise ein stärkeres Bewusstsein innerhalb der Politik für die tatsächliche Unterstützung der Öffentlichkeit für Klimaschutzmaßnahmen erfordert.“
Dass das Bewusstsein für die Klimakrise durch Extremwetterereignisse wie die Hitzewellen in der jüngsten Vergangenheit gestiegen ist, zeigt wiederum eine Untersuchung aus Österreich. „Während im März nur 28 Prozent innerhalb der letzten Woche einen konkreten Anlass fanden, um über den Klimawandel nachzudenken, stieg dieser Anteil Mitte Juni auf 42 Prozent und Ende Juni auf 59 Prozent“, erklärt Bertram Barth, der Geschäftsführer von Integral. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut hat im August 2022 den so genannten „Klimabesorgnis-Monitor” ins Leben gerufen und misst seither durch regelmäßige Umfragen die Wahrnehmungen und Einstellungen der österreichischen Bevölkerung zum Klimawandel. Mit den heißen Tagen hat der Klimawandel auch an Priorität gewonnen. 64 Prozent halten das Thema laut Integral derzeit für wichtig. Im März waren es nur 57 Prozent.
Die Studie zur Einschätzung der deutschen Politiker:innen über die Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen gibt’s hier: https://www.nature.com/articles/s43247-026-03721-7
Die Aussendung zur Integral-Studie finden Sie hier: https://www.integral.co.at/media-center/presse/extremwetter-klimafolgen-werden-wieder-spuerbar-oesterreich-sieht-sich-schlecht-darauf-vorbereitet
Tipps und Ratgeber
Acht Tipps für die Kommunikation zur Klimawandelanpassung
Wenn wir uns künftig vor Extremwetterereignissen wie Hitzewellen schützen wollen, müssen wir uns dafür rüsten. Wie man erfolgreich über Klimawandelanpassung sprechen kann, erklärt die österreichische Klimaschutzinitiative Klimaaktiv, die acht Tipps und elf Good-Practice-Beispiele erstellt hat.
Ein Ratschlag davon lautet etwa, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, zumal es für Projekte zur Klimawandelanpassung in der Regel mehrere Menschen braucht. „Kommunizieren Sie sie daher als Gemeinschaftsaufgabe, an der Gemeinden, Unternehmen, Vereine, Bildungseinrichtungen und Bürger:innen gleichermaßen mitwirken“, empfiehlt Klimaaktiv. Es sei außerdem wichtig, sein eigenes Engagement nicht zu verstecken, sondern sichtbar zu machen. Denn: „Wer erlebt, dass viele andere bereits aktiv sind, ist eher bereit, Maßnahmen zu unterstützen und selbst einen Beitrag zu leisten.“
Die Kommunikationstipps zur Klimawandelanpassung finden Sie hier: https://www.klimaaktiv.at/klimabildung/klimakommunikation/kommunikationstipps/klimawandelanpassung-kommunizieren
Good-Practice-Klimakommunikation
Zwei neue Tracker vom Klimadashboard
Regelmäßige Leser:innen des Manometer! kennen das Projekt Klimadashboard bereits, das trockene Daten in lebendige, aufschlussreiche, interaktive Grafiken übersetzt. Nun hat das Team der Initiative neue datenjournalistische Projekte gelauncht. Zum einen den Heat-Tracker, in dem stündlich upgedatete Wetterdaten mit Bevölkerungsdaten verschnitten werden und der aufzeigt, wie viele Menschen in europäischen Ländern aktuell unter Hitze leiden.
Mit dem zweiten Tool – dem EU-Elektrifizierungstracker – greift das Klimadashboard eine weitere aktuelle Entwicklung auf. Die EU-Kommission will Europa zum weltweit ersten „Elektrokontinent“ machen und schlug dafür im Juli ein Elektrifizierungsziel von 46 % bis 2040 vor. Derzeit beträgt der Anteil des Stroms am Endenergieverbrauch mit 23 % die Hälfte. Der Elektrifizierungstracker dokumentiert, wie schnell die Elektrifizierung in der EU und ihren Mitgliedstaaten voranschreitet und wie weit sie von ihren Zielen entfernt sind.
Den Heat-Tracker finden Sie hier: https://heat-tracker.eu/
Den EU-Elektrifizierungstracker gibt’s hier: https://electrification.klimadashboard.org/
Kunst und Kultur
Maßnahmenkatalog für klimaresiliente Kultureinrichtungen
Die Kunst greift die Auswirkungen der Klimakrise nicht nur als Thema für Produktionen auf, sie ist auch unmittelbar von ihr betroffen. Der Klimawandel führt zu mehr und stärkeren Extremwetterereignissen, die auch Veranstaltungen bedrohen. Die deutsche Kulturstiftung des Bundes hat deshalb das Pilotprojekt „Klimaanpassung in Kultureinrichtungen“ aufgegleist, an dem im Vorjahr zwanzig deutsche Kulturinstitutionen aus unterschiedlichen Richtungen mitgewirkt haben.
Sie förderten eine zentrale Botschaft zutage: „Nur wenn Kultureinrichtungen sich klimaresilient aufstellen, bleiben der Reichtum und die Vielfalt etwa von Theatern, Museen und Bibliotheken bis hin zu historischen Schloss- und Gartenanlagen erhalten – und für möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen zugänglich.”
Wie sich Kulturstätten an den Klimawandel anpassen können, erklärt die Kulturstiftung nun mit einem neuen Maßnahmenkatalog, der die Handlungsempfehlungen aus dem Pilotprojekt bündelt.
Die Publikation steht unter folgendem Link zum Download bereit: https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/fileadmin/user_upload/content_stage/Klimaanpassungen/KSB_Klimaanpassungen_in_Kultureinrichtungen_Massnahmenkatalog.pdf
Immer noch relevant
Leitfaden – Über Extremwetter und den Klimawandel berichten
Angesichts der erneuten Hitzewelle ein guter Zeitpunkt, den Leitfaden von Klimafakten und World Weather Attribution von 2022 im Manometer-Programm zu lassen. Der 36-seitige Leitfaden erklärt Journalist:innen in kompakter Weise die Grundlagen und Methoden der Attributionsforschung.
Zum Download: https://www.klimafakten.de/kommunikation/was-haben-extremwetter-mit-dem-klimawandel-zu-tun-leitfaden-unterstuetzt-praezise
Dieser Text ist Teil unseres Projekts #DebattenKLIMA. Es will – möglichst praxisnah – der Frage nachgehen, wie gesellschaftliche und politische Debatten über Klimaschutz und Klimaanpassung so geführt werden können, dass sie möglichst viel dazu beitragen, die Emissionen auf Null herunterzubringen. Eine der besonders spannenden Fragen hierbei ist, wie dies auch dann gelingen kann, wenn sich wichtige gesellschaftliche Akteure (seien es politische Parteien, seien es reichweitenstarke Medien, seien es einzelne Interessengruppen) einem solchen Diskurs entziehen oder verweigern oder ihn gar aktiv torpedieren – aus welchen Motiven auch immer.
Im Rahmen des Projekts erscheint unter anderem die monatliche Rubrik Manometer! – hier beobachten und analysieren wir die klimapolitischen Debatten im deutschsprachigen Raum und gehen der Frage nach, wie man Druck aus der klimapolitischen Debatte nehmen kann, um Lösungen zu erleichtern. Eine weitere Rubrik ist die „Studie des Monats“, in der wir monatlich besonders wegweisende Ergebnisse der Sozialforschung zur Klimakommunikation vor – und beschreiben, was sich daraus ganz praktisch ableiten lässt für die tagtägliche Kommunikationsarbeit rund ums Klima. Hierbei arbeiten wir zusammen mit einem Forschungsteam um Michael Brüggemann, Professor für Kommunikationswissenschaft, Klima- und Wissenschaftskommunikation an der Universität Hamburg und langjähriger wissenschaftlicher Berater von Klimafakten.
Gefördert wird das Projekt #DebattenKLIMA von der Marga und Kurt-Möllgaard-Stiftung sowie der Naturstromstiftung.
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