"Manometer!"-Durchblick
Wer den Manometer! regelmäßig liest, kann jetzt der Klimadebatte beim Weiterwandern zusehen. Ende Mai rollte die erste große Hitzewelle über Europa. Anfang August schrieben wir über Hitzetote, Waldbrände und extreme Dürre – und über Regierungen, die gleichzeitig beim Klimaschutz sparen.
Brandneu: Sonderbriefmarke „Anpassung an den Klimawandel"; Foto: Bundesministerium der Finanzen.
Nun scheint die Debatte einen Schritt weiter zu sein. Die Hitze ist nicht verschwunden. Zur unübersehbaren Wahrnehmung, dass sich die Erde weiter erhitzt, tritt nun immer stärker eine weiter Frage: Wie schützen wir uns vor den Folgen, die längst da sind? Sogar eine Briefmarke zur Klimawandelanpassung gibt seit dieser Woche.
In Österreich will die Bundesregierung Mietenden und Wohnungseigentümer:innen den Einbau von Klimaanlagen, Außenjalousien und anderem Hitzeschutz erleichtern. In Deutschland arbeitet Justizministerin Stefanie Hubig an ähnlichen Erleichterungen im Mietrecht.
Jahrelang wurde vor allem darüber gestritten, was Klimaschutz kostet: CO₂-Preise, neue Heizungen, Stromnetze, Gebäudesanierung. In diesem Sommer wird immer häufiger die Gegenrechnung angestellt. Denn natürlich kostet auch das Nichtstun etwas.
Die Kosten der Krise
In Deutschland legte Niedrigwasser die Binnenschifffahrt auf dem Rhein teilweise lahm, die Frachtpreise vom Oberrhein Richtung Rotterdam hatten sich Mitte August zeitweise etwa vervierfacht, Deutschlands Wirtschaftswachstum könnte allein deshalb um 0,4 Prozentpunkte geringer ausfallen. In Österreich schätzt die Hagelversicherung die bisherigen Schäden in der Landwirtschaft auf inzwischen mehr als eine Milliarde Euro.
Doch auch diese Beträge verblassen gegenüber dem, was noch auf uns zukommt. Eine Studie im Auftrag der deutschen Bundesregierung beziffert die volkswirtschaftlichen Schäden durch Klimafolgen in Deutschland bis 2050 je nach Erwärmung auf kumuliert 280 bis 900 Milliarden Euro. Aus einer Debatte über die Kosten des Klimaschutzes wird also zunehmend eine über die Kosten des Klimawandels.
Die Anpassung drängt ins Grundgesetz
Das verändert auch die Politik. Nach den Hitzewellen dieses Sommers wollen die SPD-geführten Bundesministerien Klimaanpassung und Naturschutz als Gemeinschaftsaufgabe im deutschen Grundgesetz verankern. Der Bund könnte dann dauerhaft Maßnahmen von Ländern und Kommunen mitfinanzieren – etwa gegen Hitze oder Hochwasser.
Die Union lehnt den Vorstoß bisher ab. Fraktionschef Thorsten Frei warnt vor neuen Zuständigkeitsproblemen und verweist zugleich auf die knappen Haushaltsmittel. Der Jurist Emmanuel Schlichter nennt den Vorschlag im Verfassungsblog eine „halbe Gemeinschaftsaufgabe“. Es sei sinnvoll, Klimaanpassung dauerhaft gemeinsam von Bund und Ländern zu finanzieren. Doch warum sollte das nur für die Folgen des Klimawandels gelten – und nicht auch für Maßnahmen, die seine weitere Verschärfung bremsen? Die Debatte dürfe nicht bei der Anpassungsfrage steckenbleiben.
Klimaschutz auf Umwegen?
In Österreich zeigt sich gerade, dass die neue Aufmerksamkeit für Klimafolgen aber nicht zwangsläufig vom Klimaschutz wegführen muss. Sie kann ihn sogar wieder auf die Tagesordnung bringen.
So geschehen beim Streit der Regierung um die Dürrehilfen für die Landwirtschaft. SPÖ und Neos machten ihre Zustimmung zum Hilfspaket davon abhängig, dass sich die Regierung zugleich auf ein neues Klimagesetz einigt. Seit Anfang 2021 gilt in Österreich kein gesetzlicher Fahrplan mehr, der konkrete Pfade vorschreibt. Nun gibt es eine politische Einigung: Klimaneutralität bis 2040 soll das Ziel bleiben, konkrete Maßnahmen sollen folgen.
"Wird aus der Sorge um Klimafolgen automatisch mehr Klimaschutz? Nicht unbedingt."
Wird aus der Sorge um Klimafolgen also automatisch mehr Klimaschutz? Nicht unbedingt. Beide Themen werden oft gemeinsam diskutiert, aber nicht immer gemeinsam gedacht – und manchmal sogar gegeneinander ausgespielt. Bei den Verhandlungen um das österreichische Klimagesetz stand etwa zeitweise im Raum, die internationalen Klimahilfen zu kürzen, um den Landwirt:innen mehr zu geben.
Erleben reicht nicht
Bei knappen Staatshaushalten kann aus dem nötigen Sowohl-als-auch schnell ein Verteilungskampf werden. Anpassung ist politisch oft dankbarer: Außenrollos, Stadtbäume oder Kühlung versprechen sichtbare Hilfe im Hier und Jetzt. Windräder zu bauen oder Alternativen zum Auto auszufeilen ist mühsamer und greift stärker in den Alltag ein.
Auch wer Extremwetter am eigenen Leib erlebt, wird außerdem nicht automatisch zum glühenden Klimapolitik-Fan. Nach dem Rekordsommer 2022 befragten Forschende über 2300 Menschen in Deutschland. Je stärker Menschen darunter gelitten hatten, desto eher unterstützten sie Maßnahmen zur Anpassung. Eine größere Studie mit 72.000 Befragten in 68 Ländern kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Erfahrung führte also zunächst einmal zum Wunsch nach Schutz vor der nächsten Hitzewelle.
"Den Zusammenhang zwischen Extremwettern und Klimawandel herzustellen, bevor die Aufmerksamkeit wieder verfliegt, das ist die eigentliche Arbeit."
Das beispiellose Hochwasser, das nur zwei Wochen vor der österreichischen Nationalratswahl 2024 über das Land hereinbrach, war an der Urne etwa kaum Thema. Nur zwei Prozent der Befragten gaben an, dadurch stark beeinflusst worden zu sein.
Für die Klimakommunikation folgt daraus eine klare Aufgabe. Die Studien zeigen nämlich auch: Wer das erlebte Extremwetter mit dem Klimawandel in Verbindung bringt, unterstützt eher auch Klimaschutz. Diesen Zusammenhang herzustellen, bevor die Aufmerksamkeit wieder verfliegt, das ist die eigentliche Arbeit.
"Manometer!"-Überblick
Save the Date 2027
K3-Kongress in Heidelberg: Klimakommunikation und Demokratie in Zeiten von Populismus
Der K3-Kongress ist die zentrale Vernetzungsplattform für Klimakommunikation im deutschsprachigen Raum und bringt alle zwei Jahre Akteur:innen aus Wissenschaft, Medien, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Im Zentrum steht dieses Mal das Thema „Klimakommunikation und Demokratie in Zeiten von Populismus". Deshalb lädt der K3-Kongress im kommenden Jahr sowohl Klima- als auch Demokratie-Communities ein, um voneinander zu lernen, neue Narrative zu entwickeln und ungewöhnliche Kooperationen anzubahnen.
Wann und Wo? 9. bis 11. Juni 2027, Audimax der Universität Heidelberg
Weitere Informationen zum Programm, K3-Preis, Call for Workshops und zur Anmeldung folgen, hier gibt es bereits den ausführlicheren Ankündigungstext zu lesen: https://k3-klimakongress.org/k3-2027/
Vernetzung für Klimaaktive
Netzwerktreffen für Green Teams in Unternehmen
Beim Green Teams-Netzwerktreffen kommen Menschen zusammen, die Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmen voranbringen wollen. Das Programm verspricht inspirierende Impulse und konkrete Ideen für den Praxisalltag in der eigenen Organisation. Der Austausch mit Menschen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen oder von ihren Erfahrungen berichten können, schafft neue Motivation und Mut, den nächsten Schritt zu gehen. Das Pre-Event ist schon ausgebucht, aber für das sogenannte Main-Event sind noch Anmeldungen möglich.
Wann und Wo? 30. Oktober 2026, 9-17 Uhr, Diakonie Berlin
Zum Programm und zur Anmeldung geht's hier: www.greenteams-netzwerk.eco/event/green-teams-netzwerktreffen/
Vernetzung für Klimaaktive
Fachtagung Klima-Engagement: Klima. Kommune. Kooperation.
Die Fachtagung im Rahmen des BBE-Programms »Engagiert für Klimaschutz« in Kooperation mit der Stiftung Mitarbeit schafft einen bundesweiten Austauschraum für Vertreter und Vertreterinnen aus Kommunen und Zivilgesellschaft, um Zusammenarbeit zu stärken und neue Impulse für lokalen Klimaschutz zu entwickeln. Das Programm bietet Fachforen, Netzwerkmöglichkeiten und Einblicke aus der Praxis. Klimafakten ist mit dabei und gibt Workshopimpulse über die Rolle von sogenannten „Trusted Messengers“ für wirksames Klima-Engagement.
Wann und Wo? 1. Oktober 2026, Gustav-Streseman-Institut Bonn
Hier geht´s zum Programm und zur Anmeldung: https://engagiert-fuer-klimaschutz.de/fachtagung-klimaengagement-2026/
Neuigkeiten aus der Forschung
Die meisten Deutschen wollen mehr Klimaanpassung
Eine aktuelle Befragung der E.ON-Stiftung zeigt, dass die Menschen in Deutschland nach dem extremen Sommer 2026 deutlich mehr Aufmerksamkeit für Klimaanpassung fordern. Rund 45 % sagen, Klimaanpassung und Klimaschutz sollten gleichermaßen vorangetrieben werden, weitere 35 % möchten sogar einen stärkeren Fokus auf Anpassung legen. Besonders interessant für die Kommunikation: Die Menschen sehen Anpassung nicht als Alternative zum Klimaschutz, sondern erwarten beides gleichzeitig.
Hier geht’s zur Pressemeldung: https://www.eon-foundation.com/de/dialogue/news-stories/climate-adaptation-more-important-than-climate-protection.html
Neuigkeiten aus der Forschung
Extremwetter 2026 bringt Problembewusstsein für Klimakrise auf neuen Höchststand
Die neue Studie der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen ging der Frage nach, welchen Einfluss die Hitzewellen des Sommers auf Einstellungen der Deutschen zu Hitze- und Klimaschutz haben. Die Extremwetterereignisse haben das Bewusstsein für die Klimakrise und ihre Folgen in Deutschland verstärkt. Extreme Temperaturen machten den Klimawandel für Menschen spürbar, die Sorgen um die Folgen für die Wirtschaft steigen und die Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung werden als nicht ausreichend wahrgenommen. Die Studie kommt zu ähnlichen Ergebnissen wie die aktuelle Befragung der E.ON Stiftung: Menschen in Deutschland wünschen sich Anstrengungen sowohl bei Klimaschutz als auch bei Klimaanpassung.
Hier geht’s zur Studie: https://stiftung-gegm.de/wp-content/uploads/2026/08/pollytix_GEGM_Hitze-und-Extremwetter_Bericht_Aug-2026.pdf
Neuigkeiten aus der Forschung
Deutsche Politik unterschätzt die Unterstützung für Klimaschutz
Fast jede:r zweite Deutsche wäre bereit, für wirksameren Klimaschutz zu zahlen. Politiker:innen glauben, es sei nicht einmal jede:r Fünfte. Eine große Studie mit 1.600 Befragten aus der Politik zeigt: Die Bevölkerung steht Klimamaßnahmen deutlich positiver gegenüber als viele politische Entscheidungsträger und -trägerinnen glauben. „Politiker unterschätzen die Zustimmung der Bevölkerung zu Klimaschutzmaßnahmen systematisch – und zwar besonders stark bei den Maßnahmen, die nach wissenschaftlichem Kenntnisstand am wirksamsten sind“, folgert Prof. Dr. Wilhelm Hofmann von der Ruhr-Universität Bochum, der die Studie gemeinsam mit Privatdozent Dr. Timur Sevincer von der Leuphana Universität Lüneburg durchführte. Die Teams stellten die Einschätzung der Politiker:innen den tatsächlichen Einstellungen von über 2.000 Bürger:innen gegenüber. Die Studie erschien im Juni 2026 in der Zeitschrift communications earth & environment.
Zentrale Befunde der Studie sind in der Presseinformation veröffentlicht: https://news.rub.de/presseinformationen/wissenschaft/2026-06-23-studie-deutsche-politiker-unterschaetzen-die-unterstuetzung-fuer-klimaschutz
Tipps und Ratgeber
Umweltbundesamt baut Website für Umwelttipps aus
Von A wie Autokauf bis W wie Wäsche: Das Umweltbundesamt bietet auf rund 100 Themenseiten wertvolle Ratschläge zu Alltagshandlungen sowie zum Kauf, zur Nutzung und Entsorgung von Produkten. Hinter jedem Tipp steht die Expertise wissenschaftlicher Fachleute direkt aus dem UBA. Das Redaktionsteam hält die Inhalte stets aktuell und bereitet sie verständlich auf – mit klarem Fokus auf Praxisnähe und Alltag. Auch ein Video zu den großen Hebeln für mehr Klimaschutz im Alltags ist auf der Landingpage zu finden.
Hier geht’s zu den Alltagstipps: https://www.umweltbundesamt.de/uba-umwelttipps
Good-Practice Klimakommunikation
Fünfte Woche der Klimaanpassung
Der Countdown läuft zur fünften Woche der Klimaanpassung: Vom 14. bis 20. September 2026 können im gesamten Bundesgebiet in Deutschland über 280 Veranstaltungen Online und in Präsenz besucht werden. Seit 2022 wird die Aktionswoche auf Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit vom Zentrum KlimaAnpassung (ZKA) umgesetzt. Mit stetig wachsender Beteiligung zeigen Kommunen, Verbände, soziale Einrichtungen und weitere Akteure die Vielfalt der Klimaanpassung im gesamten Bundesgebiet auf.
Hier können Veranstaltungen ausgewählt werden. Wer selbst noch etwas anbieten möchte, kann sein Angebot eigenständig einstellen: https://zentrum-klimaanpassung.de/wdka26/veranstaltungen
Klimakommunikation in der Praxis
Abschlussbilanz – Drei Jahre Green Culture Anlaufstelle
Drei Jahre lang hat die Green Culture Anlaufstelle Menschen und Organisationen aus dem Kultursektor dabei unterstützt, ökologische Nachhaltigkeit praktisch umzusetzen. 4.535 Beratungsprozesse, 85 Veranstaltungen sowie drei Festivals in Potsdam, Essen und Karlsruhe stehen exemplarisch für die Reichweite der Arbeit. Jacob Sylvester Bilabel, Geschäftsführer und Leiter der Anlaufstelle, bringt die Entwicklung zum Ausdruck: „Als die Green Culture Anlaufstelle im September 2023 ihre Arbeit aufnahm, lautete die häufigste Frage, die uns erreichte: Wo fangen wir an? Heute sind wir teilweise schon über dem Punkt hinaus, an dem es darum geht, wie eine Klimabilanz berechnet wird, wer die Verantwortung dafür im Haus übernimmt und wie man Kolleg:innen für den Prozess gewinnt.“
Mehr über die Entwicklung im Kultursektor ist hier nachzulesen: https://www.greenculture.info/neuigkeiten/drei-jahre-green-culture-anlaufstelle-unsere-abschlussbilanz/?mc_cid=3703e2c2e2
Vernetzung für Klimaaktive
Abschlussveranstaltungen Fonds Zero – Nachhaltigkeit in Kunst, Kultur & Verwaltung
Unter dem Titel „Netzwerk Zero“ veranstaltet die Kulturstiftung des Bundes seit 2022 eine bundesweite Reihe von Tagungen mit regionalen Partnern, um Wissen im Bereich Nachhaltigkeit mit Akteuren in verschiedenen Bundesländern zu teilen. Die Veranstaltungen greifen dabei auf Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Förderprogramm „Zero – Klimaneutrale Kunst und Kulturprojekte" sowie aus dem Pilotprojekt Klimaanpassung in Kultureinrichtungen zurück.
Mit zwei Tagungen für Nachhaltigkeit in Kunst, Kultur & Verwaltung wird die Reihe der regionalen Netzwerktreffen in diesem Jahr abgeschlossen: Die Veranstaltungen finden am
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24. September in Rostock sowie am
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16. und 17. November in Dresden statt.
Die Teilnahme an den Tagungen ist kostenlos. Hier geht's zur Anmeldung: https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/projekte/detail/zero_klimaneutrale_kunst_und_kulturprojekte.html?utm_source=chatgpt.com
Fundstück
Arctic Meltdown – Ein neues Buch von Robert Habeck
Wer sich fragt, was Robert Habeck das letzte Jahr gemacht hat, bekommt nun eine Antwort. Im Verlag Kiepenhauer und Witsch erscheint am 1. Oktober 2026 sein Buch „Arctic Meltdoown. Die Neuvermessung der Welt.“ In der Ankündigung heißt es, dass es um nichts weniger als die Zukunft der Weltpolitik ginge. Denn die Drohungen des amerikanischen Präsidenten haben den Blick der Welt auf die Arktis gelenkt. In seinem neuen Buch zeigt Robert Habeck, welche Interessen die Weltmächte dort verfolgen – und was das für die internationale Friedensordnung bedeutet. Auf der Website sind außerdem Veranstaltungshinweise von Hamburg bis Freiburg zu finden, in denen Robert Habeck sein Buch vorstellt:
https://www.kiwi-verlag.de/buch/robert-habeck-arctic-meltdown-9783462014846
Dieser Text ist Teil unseres Projekts #DebattenKLIMA. Es will – möglichst praxisnah – der Frage nachgehen, wie gesellschaftliche und politische Debatten über Klimaschutz und Klimaanpassung so geführt werden können, dass sie möglichst viel dazu beitragen, die Emissionen auf Null herunterzubringen. Eine der besonders spannenden Fragen hierbei ist, wie dies auch dann gelingen kann, wenn sich wichtige gesellschaftliche Akteure (seien es politische Parteien, seien es reichweitenstarke Medien, seien es einzelne Interessengruppen) einem solchen Diskurs entziehen oder verweigern oder ihn gar aktiv torpedieren – aus welchen Motiven auch immer.
Im Rahmen des Projekts erscheint unter anderem die monatliche Rubrik Manometer! – hier beobachten und analysieren wir die klimapolitischen Debatten im deutschsprachigen Raum und gehen der Frage nach, wie man Druck aus der klimapolitischen Debatte nehmen kann, um Lösungen zu erleichtern. Eine weitere Rubrik ist die „Studie des Monats“, in der wir monatlich besonders wegweisende Ergebnisse der Sozialforschung zur Klimakommunikation vor – und beschreiben, was sich daraus ganz praktisch ableiten lässt für die tagtägliche Kommunikationsarbeit rund ums Klima. Hierbei arbeiten wir zusammen mit einem Forschungsteam um Michael Brüggemann, Professor für Kommunikationswissenschaft, Klima- und Wissenschaftskommunikation an der Universität Hamburg und langjähriger wissenschaftlicher Berater von Klimafakten.
Gefördert wird das Projekt #DebattenKLIMA von der Marga und Kurt-Möllgaard-Stiftung sowie der Naturstromstiftung.
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