"Manometer!"-Durchblick
Elektromobilität macht Schlagzeilen: Ein Rekord jagt den nächsten; Screenshots deutscher und österreichischer Medien Herbst 2026.
Im September meldete die Tagesschau einen Rekord bei neu zugelassenen E-Autos in der EU, Spitzenreiter: Dänemark. Anfang Oktober folgte Deutschland: Fast doppelt so viele E-Autos wie im Vorjahresmonat, ihr Anteil an den Neuzulassungen kletterte im September auf 34,5 Prozent, berichtete der Spiegel. Ein Grund: die hohen Spritpreise. Und in Österreich kamen im September erstmals mehr Elektroautos neu auf die Straße als Diesel und Benziner zusammen, so der Standard unter Berufung auf die Statistik Austria.
Die EU hätte diesen Rückenwind nutzen können. Stattdessen begann eine neue Schlacht um das sogenannte Verbrenner-Aus.
Das Verbrenner-Aus wackelt
Dabei wurde der Verbrennermotor gar nie verboten. 2023 beschloss die EU: Ab 2035 dürfen nur noch Neuwagen zugelassen werden, die klimaneutral unterwegs sein können. Durch die Blockade des damaligen deutschen Verkehrsministers Volker Wissing (FDP) ließ die EU-Kommission auch Verbrennerautos weiterhin zu, sofern diese ausschließlich mit klimaneutralen E-Fuels betrieben werden. Doch auch dieser Kompromiss wurde gelockert. Auf Druck Deutschlands und Österreichs schlug die EU-Kommission Ende 2025 vor, dass die Autoindustrie zehn Prozent der CO₂-Einsparung kompensieren könne – etwa durch Verwendung von kohlenstoffarmem Stahl aus Europa, der Standard berichtete. Nun soll auch noch diese Vorgabe fallen.
Denn im Oktober schloss der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron einen Deal. „Auto-Industrie im Existenzkampf“, titelte die Bild in deren Sinne und folgert: „Berlin und Paris wollen Verbrenner-Aus aufweichen“. Der deutsch-französische Deal sieht vor, dass die CO₂-Emissionen von neuen Autos im Jahr 2035 nicht ganz verschwinden, sondern nur um 90 Prozent fallen sollen – und zwar ohne Kompensation. Merz nennt diesen Deal im DLF das „Ende des Verbrenner-Aus“.
Die Taz nannte Merz idaraufhin als „Anti-Klimakanzler“ und „Auspuff-Vater“. Auch wenn er glaube, im Sinne der Wirtschaft zu handeln, würde er damit das Gegenteil erreichen. „E-Autos sind nicht nur klimafreundlicher als Verbrenner-Autos. Sie sind auch wirtschaftlich die Zukunft, weil sie technologisch den Verbrennern weit überlegen sind“, kommentiert Taz-Journalistin Anja Krüger. „Die chinesische Regierung hat das längst begriffen, die deutsche immer noch nicht.“
Der Merkur liefert Zahlen zum wirtschaftlichen Risiko: „Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts im Auftrag der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) kommt zu dem Ergebnis, dass ein Verzicht auf strenge EU-Regeln für elektrische Firmenwagen immense Beschäftigungschancen im Keim ersticken könnte.“ Indem Merz‘ die deutschen Autobauer retten wolle, wären „134.000 mögliche Jobs in Gefahr“.
Auch die Frankfurter Allgemeine kritisierte Merz‘ Deal: „Das Aus des Verbrenner-Aus hat einen zu hohen Preis“. FAZ-Journalist Hendrik Kafsack räumt ein, Merz könne den Deal als Erfolg verkaufen: Die AfD verliere ein Wahlkampfthema, „nach dem Heizungsgesetz verschwindet damit ein weiteres Symbol für staatliche Verbotspolitik.“ Doch Macron habe sich seine Zustimmung teuer bezahlen lassen. Deutschland unterstützt im Gegenzug seine Forderung nach strikten Made-in-EU-Kriterien für E-Autos. Das mache E-Autos teurer und schotte die EU ab – gegenüber China, aber auch gegenüber anderen Handelspartnern.
Trotz aller Vorbehalte stellt auch das EU-Parlament die Weichen für eine Aufweichung, die über den Vorschlag der EU-Kommission hinausgeht. „Der Industrie- und der Verkehrsausschuss stimmten einem Vorschlag zu, den Unterhändler der konservativen EVP, der sozialdemokratischen S&D und der liberalen Fraktion Renew Europe ausgehandelt hatten“, berichtet die ZEIT. „Den Ausschüssen zufolge sieht die Lockerung vor, dass der CO₂‑Ausstoß von Neuwagen in der EU bis zum Jahr 2035 um 95 Prozent zurückgehen soll. Verbauen die Hersteller klimafreundlich hergestellten Stahl aus Europa, dürfen weitere 7,5 Prozentpunkte CO₂ ausgestoßen werden, ohne dass Strafzahlungen fällig werden.“
Eine neue Umfrage des ADAC zeigt: So gut wie niemand bereut den Umstieg vom Verbrenner zum E-Auto.
Die politischen Vorstöße kommen ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Vorbehalte gegen E-Autos immer weiter schwinden. Noch vor wenigen Jahren galten diese vielen als zu teuer – zu niedrig sei die Reichweite, zu hoch der Preis lauteten die Gegenargumente. Doch nun fallen die Preise und steigen die Reichweiten. Und eine neue Umfrage des ADAC zeigt: So gut wie niemand bereut den Umstieg von Verbrennern zu E-Autos. Demnach sind 97 Prozent der Fahrer:innen zufrieden mit ihrem Elektrowagen. Unzufrieden oder sehr unzufrieden waren insgesamt weniger als ein Prozent aller Befragten. Zugleich kommen immer mehr billige E-Auto-Modelle auf den Markt, wie der österreichische Mobilitätsclub ÖAMTC berichtet. Und die Ladeinfrastruktur wird rasant ausgebaut.
Mit der nun geplanten Neuauflage des Tankrabatts werfen Kritiker:innen der Bundesregierung in Deutschland jedoch vor, auf die fossile Krise wieder mit einer fossilen Antwort zu reagieren. Der Tankrabatt sei eine Wiederholung der Erfahrungen aus dem Frühjahr: Der Steuernachlass komme nicht vollständig bei den Verbraucher:innen an, sondern werde zu Teilen von den Mineralölunternehmen durch Preiserhöhungen abgeschöpft. Zudem profitierten vor allem Menschen mit hohem Kraftstoffverbrauch von der Maßnahme.
Ein Wort als Bremsklotz
Dass die politische Erzählung von der Rettung des Verbrenners dennoch verfängt, liegt auch an geschicktem Lobbying. Das zeigt eine Analyse des österreichischen Kontext-Instituts für Klimafragen. Es hat untersucht, wie sich das Wort „Technologieoffenheit“ durchgesetzt hat – ein Schlüsselbegriff der Verbrenner-Debatte. In die deutschsprachige Klimadebatte brachte ihn zuerst der Ölkonzern BP. In Österreich machten ihn fossile Interessenverbände wie die E-Fuel-Alliance und die beiden Parteien ÖVP und FPÖ groß.
Der Begriff eigne sich besonders, um Klimapolitik zu hintertreiben: Er „wirkt auf den ersten Blick wissenschaftlich fundiert und werteoffen“. Tatsächlich aber heble der Begriff Fakten aus und „verzögert so notwendige klimapolitische Priorisierungen“.
E-Fuels sind teuer, ineffizient, und knapp (mehr dazu hier). Auch deshalb hat sich die Elektromobilität längst als effizienteste, billigste und beste Alternative zu klimaschädlichen Antriebsformen etabliert. „Dennoch werden unter dem Deckmantel der Technologieoffenheit weitaus ineffizientere, teurere und schwerer verfügbare Technologien beworben, was die Nutzung von mit Diesel und Benzin betriebenen Autos verlängert und die Ausrollung der Elektromobilität verschleppt“, heißt es in der Kontext-Studie, über die der STANDARD berichtet hat.
Auch bei Methan tritt die EU auf die Bremse
Ausgebremst wurden diesen Oktober aber nicht nur die E-Autos, sondern auch die Methanverordnung. Sie ist Teil des EU-Klimapakets „Fit for 55“, mit dem Europa den Weg zur Klimaneutralität beschleunigen wollte. Seit 2024 müssen Betreiber von fossilen Energieinfrastrukturen die Emissionen des besonders klimaschädlichen Gases Methan messen, Leckagen verhindern und das Abfackeln von Gas drosseln. Methan ist über 20 Jahre gerechnet rund 80,al so klimawirksam wie CO₂.
Die Regeln gelten auch für Emissionen, die außerhalb der EU anfallen, sofern sie „bis zur Bereitstellung in Europa auftreten“, erklärt das deutsche Umweltbundesamt. Damit kann die EU als einflussreicher Wirtschaftsblock „beim Import fossiler Energieträger auch auf Umweltmindeststandards in Produktionsländern hinwirken“.
Mitte Oktober schlug die EU-Kommission – auch auf Drängen der konservativ geführten Wirtschaftsministerien Deutschlands und Österreichs – vor, die „Klimaregeln zu Methan zu verschieben“. Im Namen der Versorgungssicherheit sollten Importeure von Öl, Gas und Kohle erst ein Jahr später – nämlich ab Anfang 2028 – den EU-Vorgaben nachkommen müssen.
Das Europäische Parlament wiederum beschloss wenige Tage später, die Verordnung um drei Jahre zu verzögern. Als „Kniefall vor der Gaslobby“ beschreibt das die österreichische Nachrichtenplattform Ökonews.
Im Podcast „Reich –Das Geschäft mit dem Gas“ spürt die ARD in Zusammenarbeit mit FragDenStaat nach, warum sich Deutschlands Position zur EU-Verordnung geändert hat. Anhand von Dokumenten zeichnen sie dabei nach, wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nach einem Treffen mit fossilen Lobby-Unternehmen auf der amerikanischen Energiemesse CeraWeek auf eine Änderung der Regelung in Deutschland und Europa hinwirkte. Der Spiegel berichtet wiederum über eine parlamentarische Anfrage, aus der hervorgeht: Reiche und ihre Spitzenbeamtinnen und -beamten treffen sich sehr selten mit Vertreterinnen und Vertretern von Umweltverbänden, aber sehr häufig mit jenen von Energiekonzernen.
Die klimapolitischen Rückschritte auf EU-Ebene geschehen in einer heiklen Phase. Denn am 9. November beginnt die Weltklimakonferenz im türkischen Antalya. Die EU positioniert sich seit jeher als Teil des progressiven Blocks, der deutlich mehr Ehrgeiz im globalen Klimaschutz einfordert. Angesichts der jüngsten Entwicklungen droht Europas Stimme an Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Dabei bräuchte es mehr Tempo. In diesem Jahr wurde ein neuer CO₂-Rekordwert in der Erdatmosphäre gemessen. Wie das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gerade im „Emissions Gap Report“ berechnete, steuert die Welt im derzeitigen Tempo auf katastrophale 2,8 Grad Erhitzung bis Ende des Jahrhunderts zu. Die 1,5-Grad-Schwelle, die im Pariser Klimavertrag als Ziel ausgegeben wurde, wird laut UNEP nun mit Sicherheit überschritten.
"Manometer!"-Überblick
Klimapolitik
Alle Augen auf Antalya
Die Weltklimakonferenz COP31 findet vom 9. bis 20. November im türkischen Antalya statt. Gastgeberin ist die Türkei mit Minister Murat Kurum, die Verhandlungen leitet der australische Klimaminister Chris Bowen. Am 11. und 12. November kommen die Staats- und Regierungschefs zusammen, am 20. November stehen die Abschlussverhandlungen an. Einen Überblick vorab gibt es beim Briefing zur COP31 am 2. November im Bundesumweltministerium in Berlin.
Offizielle Website mit Programm: https://cop.sifiratikvakfi.org/en/
Der britische GUARDIAN plant einen Live-Ticker von der Weltklimakonferenz: https://www.theguardian.com/environment/cop31
Ernüchternde Zahlen vor der COP
Der neue Emissions Gap Report des UN-Umweltprogramms UNEP kommt zu einem bitteren Schluss: Die 1,5-Grad-Grenze ohne oder mit nur geringer Überschreitung ist nicht mehr zu halten. Der Bericht zeigt aber auch, welche bereits erprobten Klimapolitiken weltweit ausgebaut werden könnten. Für die Kommunikation ist das ein Balanceakt: Aus „1,5 Grad ist verloren“ darf nicht „Dann ist eh alles egal“ werden. Jedes Zehntelgrad zählt.
Kommunen im Krisenmodus?
Die Kommunale Klimakonferenz 2026 steht unter dem Motto „Resilienz statt Krisenmodus: Wie Kommunen handlungsfähig bleiben“. Sie findet am 10. und 11. November in Berlin statt, der erste Tag wird auch per Livestream übertragen. Moderiert wird von Sven Plöger, außerdem werden die Gewinner:innen des Wettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2026“ ausgezeichnet. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung: https://kommunalkonferenz.de/
Vernetzung für Klimaaktive
Raus aus der Polarisierungsfalle
Wie polarisiert ist die Gesellschaft beim Klima wirklich, und wo wird Polarisierung möglicherweise überschätzt? Dieser Frage geht der Online-Workshop „Depolarisierung als Klimakompetenz“ des Wiener Vereins Hallo Klima! am 11. November von 18.30 bis 21 Uhr nach. Es geht auch darum, wie man unterschiedliche Perspektiven ins Gespräch bringt, ohne Zielkonflikte kleinzureden. Der Workshop richtet sich an Multiplikator:innen und engagierte Privatpersonen.
Anmeldung: https://www.klimaaktiv.at/depolarisierung-als-klimakompetenz-gemeinsam-zukunftsbilder-gestalten
Klimakommunikation
Neue Handreichung: So spricht man mit Männern übers Klima
Klassische Klimakommunikation appelliert fast nur an Fürsorge und Gerechtigkeit und erreicht damit vor allem ein bestimmtes Milieu. Eine neue Handreichung auf Klimafakten.de zeigt, wie man auch andere Gruppen erreicht. Ein begleitender Text erklärt, warum Männer im Schnitt deutlich mehr CO₂ verursachen: Klimafreundliches Verhalten gilt als „weiblich“.
Zur Handreichung: https://www.klimafakten.de/meldungen
Kunst & Klima
Zukunftsgeschichten aus dem Jahr 2100
Wie könnte das Zusammenleben von Mensch, Natur und Technologie in den Jahren 2040 bis 2100 aussehen? Die Ausstellung „UND – United Nature Democracy“ im Museumsgarten des Museum Niederösterreich in St. Pölten erzählt es an 15 Audiostationen. Die Geschichten sind aus Ideen der Generation Z entstanden, unterstützt von Künstlicher Intelligenz. Ergänzt wird die Ausstellung durch Pionierprojekte von Friedensreich Hundertwasser und Lois Weinberger. Sie ist bis 16. Mai 2027 zu sehen.
Alle Infos: https://www.regenerativa.eu/united-nature-democracy
Harald Lesch im Lenbachhaus
Was können Kunst und Wissenschaft gemeinsam für die Klimakommunikation leisten? Darüber diskutieren am 9. November ab 18 Uhr im Münchner Lenbachhaus Harald Lesch, Christian Holler und Stefanie Strigl. Das Podium ist als Gespräch mit dem Publikum angelegt.
Neuigkeiten aus der Forschung
Macht Hitze grün?
Nach diesem Hitzesommer liegt die Frage nahe: Ändern Menschen ihre Haltung, wenn sie die Klimakrise am eigenen Leib spüren? Zwei neue Studien kommen zu unterschiedlichen Antworten, das Science Media Center liefert Kontext.
Eine Studie im Fachjournal PNAS wertet Umfragedaten aus 25 europäischen Ländern von 2012 bis 2022 aus. Ihr Ergebnis: Außergewöhnlich warme Tage verstärken die Sorge um das Klima und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, bei nationalen Wahlen grün zu wählen. Besonders deutlich war der Effekt bei älteren Menschen und bei Menschen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen. Schwächer fiel er in Regionen aus, denen Klimaschutz kurzfristig eher wirtschaftliche Nachteile bringt. Eine Einschränkung: Die Studie sagt nicht, wie viele solcher Hitzetage normalerweise zu erwarten sind. Wie groß der Effekt in der Realität ausfällt, bleibt daher offen.
Eine Studie der Universität Bern in Nature Climate Change mit rund 1.450 Menschen in den USA findet dagegen keinen messbaren Effekt von tatsächlich erlebtem Extremwetter. Entscheidend war dort die Parteizugehörigkeit und vor allem, ob jemand das Wetter dem Klimawandel zuschrieb.
Für die Kommunikation heißt das: Hitze allein überzeugt nicht automatisch. Sie öffnet aber Gesprächsfenster, die man nutzen kann, indem man den Zusammenhang zum Klimawandel herstellt.
Zu den Studien:
https://pnas.org/doi/10.1073/pnas.2321153122
sowie https://www.nature.com/articles/s41558-026-02765-z
Einordnung durch das Science Media Center: https://www.sciencemediacenter.de/angebote/aussergewoehnlich-warmes-wetter-beeinflusst-klimasorgen-und-wahlverhalten-26264
Bürgerräte: Mutige Ideen, wenig Wirkung
Klima-Bürger:innenräte schlagen ehrgeizigere Maßnahmen vor als die bestehende Politik, doch ihre Empfehlungen werden nur selten umgesetzt. Das zeigt eine neue Studie von Janosch Pfeffer, Hannah Einhauser und Jens Newig in Nature Climate Change. Die Lehre daraus: Bürgerräte wirken nur, wenn die Politik vorab verbindlich zusagt, wie sie mit den Ergebnissen umgeht.
Link zur Studie: https://www.nature.com/articles/s41558-026-02755-1
Klimabewegung
#PayYourClimateDebt: Klimastreik zur COP
Fridays for Future ruft für Freitag, den 13. November, mitten in der Weltklimakonferenz zum bundesweiten Klimastreik auf. Geplant sind Aktionen unter anderem in Berlin, Hamburg, Würzburg, Halle (Saale) und Dortmund. Die zentrale Forderung: Deutschland soll zugesagte Gelder an besonders betroffene Staaten auch tatsächlich auszahlen. In Berlin startet die Demo um 15.30 Uhr am Bundeskanzleramt.
Alle Informationen: https://fridaysforfuture.de/pm-bundesweiter-klimastreik-am-13-11-2026-payyourclimatedebt/
Dieser Text ist Teil unseres Projekts #DebattenKLIMA. Es will – möglichst praxisnah – der Frage nachgehen, wie gesellschaftliche und politische Debatten über Klimaschutz und Klimaanpassung so geführt werden können, dass sie möglichst viel dazu beitragen, die Emissionen auf Null herunterzubringen. Eine der besonders spannenden Fragen hierbei ist, wie dies auch dann gelingen kann, wenn sich wichtige gesellschaftliche Akteure (seien es politische Parteien, seien es reichweitenstarke Medien, seien es einzelne Interessengruppen) einem solchen Diskurs entziehen oder verweigern oder ihn gar aktiv torpedieren – aus welchen Motiven auch immer.
Im Rahmen des Projekts erscheint unter anderem die monatliche Rubrik Manometer! – hier beobachten und analysieren wir die klimapolitischen Debatten im deutschsprachigen Raum und gehen der Frage nach, wie man Druck aus der klimapolitischen Debatte nehmen kann, um Lösungen zu erleichtern. Eine weitere Rubrik ist die „Studie des Monats“, in der wir monatlich besonders wegweisende Ergebnisse der Sozialforschung zur Klimakommunikation vor – und beschreiben, was sich daraus ganz praktisch ableiten lässt für die tagtägliche Kommunikationsarbeit rund ums Klima. Hierbei arbeiten wir zusammen mit einem Forschungsteam um Michael Brüggemann, Professor für Kommunikationswissenschaft, Klima- und Wissenschaftskommunikation an der Universität Hamburg und langjähriger wissenschaftlicher Berater von Klimafakten.
Gefördert wird das Projekt #DebattenKLIMA von der Marga und Kurt-Möllgaard-Stiftung sowie der Naturstromstiftung.
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