Für den Großteil der (hiesigen) Öffentlichkeit sind die grundlegenden Ergebnisse der Klimaforschung so klar wie für die Wissenschaftscommunity. Doch eine kleine Gruppe von Kritikern der Forschung, die sich selbst meist als "Skeptiker" bezeichnet, ist umso lauter; seit Jahren erhalten sie vor allem in den USA finanzielle Unterstützung aus der fossilen Energiewirtschaft. Auf der anderen Seite stehen manche Campaigner, die bisweilen wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel überdehnen. Die Auseinandersetzungen zwischen diesen Gruppen sind scharf und selten fruchtbar. Im angelsächsischen Raum sind sie zu ideologisierten Kulturkämpfen geworden und haben inzwischen zu vollkommen verschiedenen Weltsichten geführt und paralysieren die Politik weitgehend. Fakten allein könnten diesen Konflikt nicht mehr lösen, erklärt der niederländische Sozialwissenschaftler Tom Postmes im Deutschlandfunk.

tst