Games mit Aha-Effekt: Per Computerspiel den Klimawandel entdecken

Enorm

Beim Computerspiel "Eco" vom Entwickler "Strange Loop Games" können Schüler anhand eines modellierten Ökosystems die Folgen ihres Handelns austesten; Foto: Screenshot/G4C

Spielend die Welt entdecken und verändern – das hat sich die Nonprofit-Organisation "Games for Change" (G4C) auf die Fahnen geschrieben. Regelmäßig lobt G4C Wettbewerbe für Spieleentwickler aus. In der letzten Runde wurde ein Spiel gesucht, das "Menschen inspiriert, durch Spiele das Problem des Klimawandels zu bekämpfen". Das Preisgeld betrug 10.000 US-Dollar. 

Insgesamt vier Spiele zogen im Juni ins Finale, die Umweltzeitschrift Enorm hat diese vier in ihrer aktuellen Ausgabe vorgestellt: In "Block’hood" baut man seine eigene Nachbarschaft mit verschiedenen Blöcken auf, die unterschiedlich viele Ressourcen verbrauchen oder produzieren - Ziel ist, eine nachhaltige Stadtlandschaft zu entwickeln. Ähnlich funktioniert das Spiel "Urban Climate Architect" der Universität Hamburg, wo es darum geht, eine Stadt so aufzubauen, dass der Bedarf nach Wohnraum und Arbeitsplätzen sowie die angesiedelte Industrie in einem gesunden Verhältnis zu Temperaturentwicklung, CO2-Ausstoß und dem Wasserhauhalt stehen. "Eco" vom Entwickler "Strange Loop Games" ist eine Open-World-Simulation für Schulklassen, in Teams können die Schüler anhand eines intakten Ökosystems die Folgen ihres Handelns austesten. Vierter Wettbewerbsfinalist war das Jump-and-Run-Game "Carbon Runner", in dem die Spieler nachhaltige Items sammeln und weniger nachhaltige wie die Kohlekraft oder LKWs zerstören.

Fazit des Spieletest von Enorm: Computerspiele können sinnvolle Lernmedien sein, die "zeigen, wie der Klimawandel im Großen und Kleinen funktioniert, wie wir mit unseren Handlungen Ökosysteme beeinflussen und wie man das Klima rettet". Das Siegerspiel des Wettbewerbs wurde übrigens Ende Juni auf dem "Games for Change Festival" in New York gekürt. And the winner is: die Open-World-Simulation "Eco".

 sg

Ergänzung (26.7.): Eine kritische Rezension des Computerspiels "Eco" ist auch auf der Website Science Games zu finden. Das Portal stellt Computerspiele vor, die Spielen, Wissen und Lernen zusammenbringen.

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