Eigentlich ist sie nur ein vergleichsweise kleines Elektrogerät: die Wärmepumpe. Doch vor allem in der deutschen (Klima)Debatte entzünden sich an ihr immer wieder hitzige Debatten. Am lautesten zeigte sich dies während der Auseinandersetzungen um das einstige "Gebäudeenergiegesetz" der Ampelkoalition – aber auch aktuell bei der Neufassung des nunmehrigen "Gebäudemodernisierungsgesetzes" geht es immer wieder darum, was Wärmepumpen können, wie klimaschonend sie wirklich sind und ob sie politisch stark gefördert werden sollten.

Interessanterweise gibt es zu derartigen Fragen in der Wissenschaft – anders als in manchen Medien, der Politik oder der breiten Öffentlichkeit – wenig Kontroverse. Die Wärmepumpe gilt in der Fachwelt als effizienteste und klimaschonendste Heiztechnologie überhaupt, die gegenwärtig in großem Stile einsatzfähig ist. Und sie kann eine Schlüsselrolle in einem preiswerten, klimaschonenden und von fossilen Kosten- wie Verfügbarkeitsrisiken unabhängigen Wärmesektor der Zukunft spielen. 

Klimafakten-Infografik zu Wärmepumpen

Den Stand der Forschung zu Wärmepumpen fasst nun ein neuer Text in unserem Ressort "Was nützt?" zusammen. Der Artikel ist wie gewohnt in übersichtlicher Frage-Antwort-Form verfasst, in allgemeinverständlichen Worten und streng auf Basis wissenschaftlicher Quellen. (Hintergründe dazu, wie die Texte entstehen, finden Sie hier).

In Norwegen heizen bereits 60 Prozent der Gebäude per Wärmepumpe

Er erklärt nicht nur die Funktionsweise von Wärmepumpen und welche verschiedenen Typen es gibt. Sondern auch, wie ihre Klimabilanz ist (hervorragend), welche Stärken und Schwächen sie haben (etwa hohe Anfangsinvestitionen bei niedrigen Langfristkosten) und nicht zuletzt, wo sie (weltweit) bereits im Einsatz sind. Zu letzterem Punkt merkt die Internationale Energieagentur (IEA) in einem großen Report nüchtern an: 

„In Norwegen sind 60 Prozent der Gebäude mit Wärmepumpen ausgestattet, in Schweden und Finnland sind es über 40 Prozent, was das Argument widerlegt, dass Wärmepumpen für kalte Klimazonen ungeeignet sind.“

In der Fachwelt herrscht jedenfalls Konsens, dass eine entschlossene Klimapolitik den Umstieg auf Wärmepumpen fördern sollte. Eine Metastudie kam jedenfalls zu dem deutlichen Fazit:

„Wärmepumpen leisten einen immensen Beitrag zu einer nachhaltigen und kohlenstoffarmen Energiezukunft. [...] Sie sind umweltfreundlich und bieten einen praktikablen Weg zur Dekarbonisierung des Heizungssektors. […] Die grundlegende Schlussfolgerung lautet, dass Wärmepumpen das Potenzial haben, eine wesentliche Rolle bei der Umstellung auf kohlenstoffarmes Heizen zu spielen.“

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red