"Handabdruck" statt "Fußabdruck" - ein Konzept für mehr Optimismus im Klimaschutz?

Inspiration statt Frustration, Handeln statt Lähmung - dies will das Konzept des "Carbon Handprint" schaffen, indem es positive Auswirkungen von Klimaschutz sichtbar und erzählbar macht. Denn auch wenn Informationen über Klimasünden wichtig sind, wirken sie häufig eher demotivierend

Behauptung: "Das Senken unserer CO2-Emissionen dauert zu lange und ist zu teuer – gegen die Erderwärmung hilft nur (noch) Geo-Engineering"

Mehr Platz im Emissionsbudget als gedacht? "In Wahrheit haben wir keine Zeit zu verlieren"

Bis zur Schwelle von 1,5 °C Erderhitzung könne die Menschheit noch deutlich mehr Kohlendioxid ausstoßen als gedacht - eine Studie mit diesem Fazit erschien vor einigen Monaten im Fachjournal Nature Geoscience. Man könne sich mit Klimaschutz mehr Zeit lassen, hieß es daraufhin in einigen Medienberichten. Stimmt das wirklich? Und wie kam die Studie überhaupt zu ihren Ergebnissen? Antworten auf diese und weiteren Fragen gibt im Interview der Berliner Klimaforscher Carl-Friedrich Schleussner

1,5-Grad-Limit: Der "Machbarkeits-Pokal" gehört in die Vitrine

Die Klimapolitik beschließt gern hehre Ziele, aber handelt nicht entsprechend. Klimaforscher und Politikberater sollten deshalb die Faktenlage in einer Weise präsentieren, die es Politikern schwerer macht, den praktischen Konsequenzen des von ihnen akzeptierten Klimawissens noch länger auszuweichen. Ein Gastbeitrag von Oliver Geden

Behauptung: „Klimaschutz ist zu schwierig und viel zu teuer“

Behauptung: "Niemand kann darlegen, wie wir unsere Emissionen um vier Fünftel verringern können, ohne unsere Wirtschaft zu ruinieren. Dieses Vorhaben grenzt umso mehr an Wahnsinn, als eine solche Donquichotterie die rasch ansteigenden CO2-Emissionen der Erde gar nicht aufhalten könnte, die seit 1990 bereits um 40 Prozent zugenommen haben. Es gibt keine Möglichkeit, eine Verdopplung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2100 zu verhindern."
Christopher Booker, Kolumnist des Sunday Telegraph