• CCS

    Carbon Capture and Storage (kurz: CCS) ist eine Technologie, bei der Kohlendioxid aus Abgasen, beispielsweise von Kohlekraftwerken, abgeschieden und zur langfristigen Speicherung in unterirdische Schichten verpresst wird. Die Einzelkomponenten der CCS-Technologie sind in verschiedenen Industriezweigen seit vielen Jahren im Einsatz. Ob sich die Technologie zum großtechnischen Einsatz als Klimaschutzinstrument eignet ist aber umstritten, unter anderem wegen möglicher geologischer Risiken der Speicherung.

  • CDR

    Beim Carbon Dioxide Removal (CDR), einem noch nicht etablierten Ansatz aus dem "Geoengineering", soll großflächig CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden. Es gibt verschiedene CDR-Methoden, die bislang jedoch noch nicht in großem Maßstab getestet wurden und die aktuell wesentlich teurer sind als die Emissionsverringerung durch die Nutzung erneuerbarer Energien oder durch Energieeffizienz. Für die Abscheidung von CO2 aus der Atmosphäre gibt es verschiedene Möglichkeiten: die Ausweitung CO2-absorbierender natürlicher Ökosysteme, den Anbau von Biokraftstoffen und die CO2-Abscheidung bei deren Verbrennung sowie den Einsatz industrieller und chemischer Prozesse, die CO2 direkt aus der Atmosphäre entfernen.

  • CO2-arme Stromerzeugung

    Prozesse oder Technologien zur Produktion von Elektrizität, die wesentlich niedrigere Mengen Kohlendioxid freisetzen als durch die konventionelle Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen.
  • CO2-Budget

    Dabei handelt es sich um die verbleibende CO2-Menge, die die Menschheit höchstens noch in die Atmosphäre freisetzen darf, wenn sie eine realistische Chance wahren will, das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten. Um innerhalb des CO2-Budgets zu bleiben, muss die Menschheit die Emissionen, die bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen, schnell verringern. Außerdem könnte es nötig werden, CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. In diesem Zusammenhang spricht man von „negativen Emissionen“.

  • CO2-Senke

    (auch Kohlenstoffsenke) Ökosysteme oder geologische Reservoire, die Kohlendioxid binden und dadurch zeitweilig oder dauerhaft Kohlenstoff aufnehmen können (beispielsweise Wälder, Böden, Moore, Meere).
  • CO2-Äquivalent

    (abgekürzt CO2eq) Maßeinheit, um die Klimawirksamkeit von Treibhausgasen vergleichbar zu machen. Die Mengen anderer Treibhausgase (etwa von Methan) werden dabei umgerechnet in die Menge Kohlendioxid, die denselben Effekt für die Erderwärmung hätte. Eine Tonne Methan beispielsweise hat (über den Zeitraum von hundert Jahren) dieselbe direkte Treibhauswirkung wie 28 Tonnen Kohlendioxid, eine Tonne Methan entspricht demnach 28 Tonnen CO2eq.
  • CO2eq

    Die Abkürzung CO2eq steht für Kohlendioxidäquivalente. Kohlendioxid (CO2) ist das bekannteste, aber nicht das einzige Treibhausgas in der Atmosphäre - auch eine erhöhte Konzentration von beispielsweise Methan (CH4) oder Lachgas (Distickstoffmonoxid, N2O) in der Atmosphäre verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt. Wird im Zusammenhang mit dem Klimawandel über Mengen dieser Gase gesprochen, werden sie meist umgerechnet in jene Mengen Kohlendioxid, die dieselbe Klimawirksamkeit entfalten würde. Beispielsweise verstärkt eine Tonne Methan laut Fünftem IPCC-Sachstandsbericht (über einen Zeitraum von hundert Jahren gerechnet) den Treibhauseffekt in demselben Maße wie 34 Tonnen CO2.