"Leute werden hellhörig, wenn man die Chancen einer gleichzeitigen Energie- und Verkehrswende erklärt"

In Wissenschaft, Politik, Behörden, Medien, Zivilgesellschaft und anderswo - viele Menschen sprechen, schreiben, kommunizieren über den Klimawandel. In unserer Serie stellen wir einige von ihnen vor. Jeden Monat stellen wir dazu einer anderen Person dieselben sechs Fragen. Teil 5 der Serie: Andreas Klugescheid, bei BMW unter anderem zuständig für die Steuerung von Politikthemen und für Nachhaltigkeitskommunikation

Verändert die wirtschaftliche Lage wirklich Einstellungen zu Klimaschutz?

Der Ausstieg aus der Braunkohle bedrohe Tausende Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Wohlstand – und nütze den Rechtspopulisten. Thesen wie diese sind in der Politik derzeit häufig zu hören. Dabei ergab eine US-Studie, dass nicht die wirtschaftliche Lage die Haltung der Bevölkerung zur Klimapolitik maßgeblich beeinflusst, sondern die Politik selbst

Wie Verwaltungsprofis und Kommunalpolitiker an Nord- und Ostsee über den Klimawandel denken

In einer großangelegten Umfrage hat der Berliner Soziologe Thorsten Heimann das Verständnis von Klimawandel, -anpassung und -schutz in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Polen untersucht. Er rät: Erfolgversprechende Klimapolitik sollte lokale Besonderheiten im Blick behalten

Oder helfen wissenschaftliche Fakten doch?

Australische Studie: Je mehr sich Manager von Großunternehmen mit Forschungserkenntnissen beschäftigten, desto bewusster war ihnen, dass der Klimawandel auch ihre Firma betreffen wird

Behauptung: „Die ökonomischen Kosten des Klimawandels sind marginal.“

„Die Erderwärmung bringt ökonomische Vorteile, zum Beispiel wachsen Ackerpflanzen besser, und es muss weniger Geld für Heizenergie ausgegeben werden. Zugleich können die negativen Folgen durch Anpassungsmaßnahmen gemildert werden. Insgesamt fallen die Kosten des Klimawandels angesichts des Wachstums der Weltwirtschaft kaum ins Gewicht.“

Behauptung: „Der Klimawandel ist nicht so schlimm“

"Zwei Jahrtausende Menschheitsgeschichte zeigen, dass Warmzeiten gut waren für die Menschen und Phasen kühlen Klimas große Hungersnöte und Epidemien brachten."