Online-Talk: Welche Rolle kann ‚Carbon Dioxide Removal‘ beim Klimaschutz spielen?
 

Um die Klimaziele zu erreichen und gegen die Erderhitzung anzukommen, brauchen wir beides: deutlich weniger ausgestoßene Emissionen und Wege, bereits vorhandenes CO2 wieder zu entfernen.  Der Begriff ‚Carbon Dioxide Removal‘ (kurz: CDR) steht für ein großes Bündel verschiedenster Optionen, die eines gemein haben – sie sollen dabei helfen, der Atmosphäre überschüssiges Kohlendioxid wieder zu entziehen.

Dabei gibt es sehr unterschiedliche Optionen: Manche sind neue Technologien (etwa das sogenannte Direct Air Capture), andere seit langem etabliert (etwa Wiederaufforstung oder das Binden von CO2 in Böden). In dieser Veranstaltung stellen wir den Stand der Forschung zum Carbon Dioxide Removal vor, es geht um Fragen wie:

  • Welche Methoden werden in der Wissenschaft ernsthaft diskutiert?
  • Wie wirksam können sie den CO2-Gehalt der Atmosphäre senken?
  • Und welche Risiken gibt es?

Unter dem Titel „Was nützt?“ veröffentlicht das Wissenschaftsportal Klimafakten seit knapp zwei Jahren gezielt Faktenchecks dazu, was wirksame und machbare Optionen beim Klimaschutz sind (und was vielleicht lediglich Scheinlösungen). Eine neue Veranstaltungsreihe macht dieses Wissen nun noch einfacher zugänglich: In rund 75-minütigen Online-Events stellt Klimafakten-Redaktionsleiter Toralf Staud die wichtigsten Erkenntnisse zu jeweils einer Klimaschutzoption kompakt dar, erörtert mit einem kundigen Gast aus der Wissenschaft den Stand der Forschung und lädt das Publikum zu Fragen ein.

Mittwoch, 7. Oktober Juni 2026
17h bis 18:15h
Welche Rolle kann ‚Carbon Dioxide Removal‘
beim Klimaschutz spielen?

 

Gast: Prof. Dr. Andreas Oschlies 

Leiter der Forschungseinheit Biogeochemische Modellierung am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel

Hier finden Sie das ausführliche Klimafakten-F&A zum Thema ‚Carbon Dioxide Removal‘.

 

Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Anmeldung findet Sie am Ende der Seite.

 

Kurzbiographien

Andreas Oschlies leitet am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel die Einheit Biogeochemische Modellierung. Er erforscht die Wechselwirkungen zwischen Ozeanen und dem globalen Klimasystem, zum Beispiel die Dynamik der Nährstoffkreisläufe in den Weltmeeren oder wie die Ozeane Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen und speichern. Dabei nutzt er biogeochemische Modelle, die die komplexen Wechselwirkungen zwischen chemischen, biologischen und geologischen Prozessen quantitativ beschreiben. In seinen Forschungsprojekten geht es auch um die gezielte Steigerung der CO2-Entnahme aus der Atmosphäre. Andreas Oschlies hat Physik studiert und wurde an der Universität Kiel promoviert. Er arbeitete in Frankreich und in Großbritannien, bevor er 2006 nach Kiel und ans GEOMAR zurückkehrte.

 

Toralf Staud lebt als Journalist und Buchautor in Berlin. Seit 2011 hat er das gemeinnützige Wissenschaftsportal Klimafakten mitaufgebaut und leitet dort den Bereich Redaktion & Content. Daneben war und ist er u.a. für Die Zeit sowie weitere Print-, Online- und Hörfunk-Redaktionen tätig und schreibt Bücher, zuletzt Am Kipppunkt. Wo das Klima zu kollabieren droht - und wie wir uns noch retten können (Kiepenheuer&Witsch, mit Benjamin von Brackel). Sein vorheriges Buch Deutschland 2050. Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird (Kiepenheuer&Witsch, mit Nick Reimer), stand mehrere Monate lang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus ausgezeichnet, als Teil eines Teams der Zeit erhielt er 2016 den Deutschen Reporterpreis in der Kategorie Datenjournalismus.