Die Grenzen der Klimakommunikation - und wie es jenseits weitergeht

In einem Überblicksaufsatz im Magazin Science erkunden vier Psychologinnen und Psychologen aus den USA, woran Kommunikation zum Klimawandel häufig scheitert - und wie man sie verbessern könnte

"Die große Klima-Stille: Wir stehen am Rand eines Abgrunds und ignorieren es"

In einem Essay im Guardian fragt der australische Philosoph Clive Hamilton: Warum reagiert die Menschheit nicht angemessen auf eine Bedrohung, deren Existenz die Wissenschaft ihr so klar vor Augen führt?

Psychologen warnen vor Folgen des Klimawandels für die mentale Gesundheit

Die Folgen der Erderwärmung können psychische Krankheiten wie Depressionen auslösen. In einem neuen Report rät die American Psychological Association (APA) zur Vorsorge: Je besser die Betroffenen informiert sind, desto geringer sind die wahrscheinlichen Erkrankungsrisiken

Direkte Konfrontation mit Klimaschutzgegnern kann unerwünschte Wirkungen haben

Viele Menschen sind für Klimaschutz - aber halten es dennoch eher für unangemessen, wenn Andersdenkenden offen und direkt widersprochen wird. Das ist das Ergebnis einer Studie britischer Psychologen, die im Fachjournal Global Environmental Change erschienen ist

"Wir brauchen für jeden Menschen eine Klima-Botschaft, von der er sich angesprochen fühlt"

Der Klimawandel ist offenbar ein kompliziertes Gesprächsthema, im Alltag kommt es praktisch nicht vor. Diese "soziale Stille" müsse durchbrochen werden, sagt Adam Corner vom britischen Think Tank Climate Outreach - und fordert eine "neue Klimakommunikation". Aber wie genau soll die aussehen?

Die große Verschwörung: Warum verweigern sich Menschen wissenschaftlichen Erkenntnissen?

Wenn Fakten der eigenen Weltanschauung widersprechen, werden sie häufig abgelehnt - in Zeiten von Trump, Brexit und Migrationsdebatten ein Befund mit politischer Durchschlagkraft. In einem Überblicksaufsatz haben die Psychologen Stephan Lewandowsky und Klaus Oberauer den Forschungsstand zum Thema zusammengefasst

Warum unser Gehirn darauf programmiert ist, den Klimawandel zu ignorieren

George Marshall, der Gründer des britischen ThinkTanks ClimateOutreach, taucht mit seinem Don't even think about it tief ein in die Psychologie der Klimakommunikation – und hat zahlreiche einleuchtende Ratschläge für Praktiker parat

Wer den Klimawandel weit weg wähnt, handelt nicht

Psychologische Distanz ist eine der größten Ursachen für Passivität, fanden Wissenschaftler der University of New England in einer Studie heraus. Allerdings liegt in dieser Erkenntnis auch die Chance, durch gelungene Kommunikation viele Menschen zum Handeln zu bewegen.

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Warum sind Klimaforscher so still? Zwei Psychotherapeuten haben eine Erklärung

Verglichen mit der Bedeutung, die der Klimawandel für die Zukunft der Menschheit hat, wird verblüffend wenig über ihn gesprochen. Auch Klimaforscher halten sich mit Wortmeldungen zurück. Im Online-Magazin OpenDemocracy erklären die britischen Psychotherapeuten Paul Hogget und Rosemary Randall dieses Verhalten als Fall von "sozialer Angstabwehr" - die langfristig gefährlich ist

Zehn Jahre Forschung zu Klimakommunikation – ein Aufsatz zieht Bilanz

Wie reden über den Klimawandel? Die kalifornische Geografin Susanne Moser gibt in WIREs Climate Change einen Überblick über mehr als tausend Studien zur Klimakommunikation, die seit 2005 erschienen sind

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