"Die Fokussierung auf individuelles Verhalten spaltet die Gesellschaft" - fünf Thesen zur Klimakommunikation

Klimapaket, Greta Thunberg, 1,5°-Bericht - die Klimadebatten der vergangenen anderthalb Jahre waren ein Wechselbad, meint Achim Bubenzer, Physiker und ehemaliger Rektor der Hochschule Ulm. Und entwickelt in seinem Gastbeitrag einige Ideen, was anders laufen sollte. Unter anderem fragt er sich, ob den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft wirklich der Ernst der Lage bewusst ist - und wie man sie ihnen nahebringen könnte

Wieso wir oft nicht tun, was wir uns vorgenommen hatten. Und welchen Rat die Psychologie bereithält

Es ist ein verbreitetes Phänomen, dass Menschen gute Vorsätze fassen - uns später an der Umsetzung scheitern. Die Sozialforschung widmet sich diesem Thema seit langem - und kann hilfreiche Hinweise liefern, wie sich die sogenannte "Intentions-Handlungs-Lücke" schließen lässt. Ein Gastbeitrag von David Scholz und Leonie Kott

Klimawandel – ich habe darüber geredet

Der Klimawandel ist kein Thema, das "Spaß macht". Darüber mit Freunden, Verwandten oder Kollegen ins Gespräch zu kommen, ist oft schwierig. Angeregt von beunruhigenden Berichten über die Klimagefahr hat es Achim Bubenzer das ganze Jahr 2017 über dennoch immer und immer wieder versucht. Welche Erfahrungen der Physiker und ehemalige Rektor der Hochschule Ulm dabei gemacht hat beschreibt er in einem Gastbeitrag. Und was ihm hilft, seinen Optimismus zu bewahren

Heftige Wut auf Klima-Proteste: "Es ist auch eine Strategie, eigene ungute Gefühle abzuwehren"

Seit Straßenblockaden und symbolischen Attacken auf Kunstwerke sorgen Aktivist:innen der Gruppe "Letzte Generation" seit Wochen für Aufregung, die Reaktionen darauf sind teils sehr heftig. Wie lässt sich das erklären? Und was könnten die Protestierenden vielleicht tun, um Wut und Aggressivität in konstruktive Bahnen zu lenken? Ein Interview mit Anita Habel und Birgit Zech von den Psychologists for Future

Schaden die Aktionen der „Letzten Generation“ dem Klimaschutz? Oder helfen sie? Was sagt die Forschung?

Sekundenkleber, Gemälde Straßenblockaden – radikale Klimaproteste sorgen seit Wochen für Aufsehen und wütende Reaktionen. Sie schadeten „der Sache“, fürchten viele andere Klimaaktive. Die Forschungslage dazu ist nicht eindeutig, schreibt Sven Hillenkamp in einem Gastbeitrag – und stellt einige der wichtigsten Studien zum Thema vor

Kontrolle, Status, ein gutes Gewissen: Wieso greifen Verbraucher:innen zu „klimaneutralen“ Angeboten?

Ob Milch oder Bratwurst, Bankkonto oder Flugreisen – immer mehr Produkte und Dienstleistungen werben mit "CO2-Neutralität" oder ähnlichem. Wie funktionieren solche Label psychologisch? Was macht sie attraktiv für die Kundschaft – und damit indirekt auch für Unternehmen, die etwas verkaufen wollen?

Drei neue Bücher zur Klimapsychologie: Wie Gefühle dabei helfen, in der Klimakrise aktiv zu werden

Um beim Klimaschutz schneller voranzukommen, sind Erkenntnisse der Sozialforschung inzwischen vermutlich wichtiger als jene der Naturwissenschaften. klimafakten.de hat hierzu ein umfangreiches Handbuch der Klimakommunikation erarbeitet. In den vergangenen Monaten sind zum Thema auch mehrere Bücher für die breite Öffentlichkeit erschienen. Alexandra Endres hat sie für uns gelesen 

Klimasünder oder Klimaretter – wie geht es weiter nach der ersten klimafreundlichen Handlung?

Ökostrom beziehen und radfahren – aber mit dem Flieger in den Kurzurlaub? Viele Menschen, die sich als klimafreundlich ansehen, verhalten sich inkonsequent. Nach einer ersten umwelt- oder klimafreundlichen Handlung stellt sich oft die Frage: Macht die Person auf diesem Wege weiter oder nicht? Die Psychologie erklärt, warum wir von Zeit zu Zeit die moralische Hintertür öffnen

Wie wir uns dagegen wehren, die Klimakrise wahrzunehmen – und wie der Zeitgeist uns dabei hilft

Die Fakten zum menschengemachten Klimawandel sind sonnenklar – doch auf die eine oder andere Art verschließen wir alle die Augen davor. Wie genau funktioniert diese Abwehr? Welche Mechanismen sind zu beobachten? Und warum halten die sich so hartnäckig? Ein Gastbeitrag der Psychoanalytikerin Delaram Habibi-Kohlen

Warum „Gutmenschen“ bei manchen Leuten so unbeliebt sind – und was sie dagegen tun können

Wer sich für Umweltschutz oder gesellschaftlich Benachteiligte einsetzt, wird von anderen oft belächelt oder verspottet oder gar beschimpft. Warum das so ist, und was Betroffene dagegen tun können – dazu hat die Sozialpsychologie über viele Jahre hilfreiche Forschungserkenntnisse erarbeitet

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