Facebook-Kommentare zu #FridaysForFuture: Häme, Wissenschaftsfeindlichkeit, Verschwörungsmythen

Seit einem Jahr protestieren Kinder und Jugendliche für ernsthaften Klimaschutz, diese Woche sind auch Erwachsene zum Streik aufgerufen. Die Münchner Journalistik-Studentin Lena Puttfarcken hat für ihre Masterarbeit hunderte Kommentare analysiert, die auf Facebook zu Berichten über die #FridaysForFuture gepostet wurden. Ergebnis: Die Diskutanten waren offenbar meist männlich - und die Beiträge waren eher konfrontativ als konstruktiv

#FridaysForFuture: "Wir müssen versuchen, emotional und intelligent zu handeln"

Die Kinder- und Jugendbewegung fürs Klima verfolge sicher die richtigen Ziele, greife aber zu falschen Worten - so der britische Sozialpsychologe Darrick Evensen kürzlich in einem Gastbeitrag bei klimafakten.de. Derartige Kritik mache sie fassungslos, entgegnet die Freiburger Psychologin und Autorin Simone Adams: "Emotionalität ist kein Fehler, keine Schwäche, sondern dringend notwendig, damit uns Informationen wirklich erreichen"

#FridaysForFuture: Die richtigen Ziele, aber die falschen Worte

Die streikenden Schülerinnen und Schüler um Greta Thunberg sind zweifellos Helden. "Hört auf die Wissenschaft", ist eine ihrer Kernforderungen - doch sie greift zu kurz. Fakten können nur ein Ausgangspunkt von Politik sein. Was getan werden sollte, ist keine wissenschaftliche Frage, argumentiert Darrick Evensen von der University of Edinburgh in einem Gastbeitrag. Vielmehr geht es um Moral und Werte

Neue Protestform von Klima-Aktivisten: Extinction Rebellion probt den "Aufstand gegen das Aussterben"

Straßenblockaden und Sabotage des Flugverkehrs: Nach den Schülerprotesten von #FridaysForFuture erregen Aktivisten der sogenannten "Extinction Rebellion" zunehmend Aufsehen. Mit Protestformen des traditionsreichen "Zivilen Ungehorsams" wollen sie Druck für Klimaschutz machen - und gehen bewusst das Risiko ein, auch strafrechtlich belangt zu werden

"Für das unglaubliche Versagen beim Klimaschutz müsste mindestens ein Minister gefeuert werden"

Tausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben einen Appell unter dem Titel "Scientists For Future" unterzeichnet, in dem sie der Schülerstreik-Bewegung "Fridays For Future" den Rücken stärken. Wir sprachen mit dem Initiator, Gregor Hagedorn, über die Beweggründe für die Petition, eine mögliche Kooperation zwischen Wissenschaft und Jugend - und warum die Forscher eigentlich nicht auch streiken

Schülerstreiks #FridaysForFuture: "Sie haben recht - es ist tatsächlich IHRE Zukunft"

Seit Monaten gehen weltweit Schülerinnen und Schüler für mehr Klimaschutz auf die Straße - auch diesen Freitag wieder. Es gehe um ihre Zukunft, heißt es dabei plakativ. Forscher vom Berliner ThinkTank Climate Analytics haben sich das Argument einmal genauer angeschaut - und erklären in einem Gastbeitrag, wie recht die Kinder und Jugendlichen haben

Schülerstreik #fridaysforfuture: Kommt jetzt die große Klimabewegung?

Seit Wochen gehen weltweit zehntausende Kinder und Jugendliche für mehr Klimaschutz auf die Straße. Was würde es brauchen, damit aus diesen Demonstrationen - ähnlich wie mit der 68er-Bewegung - ein gesellschaftlicher Wandel wächst? Wir sprachen mit dem Protestforscher Dieter Rucht und der Umweltpsychologin Isabella Uhl-Hädicke

"Warum sollen wir lernen für eine Zukunft, die es vielleicht gar nicht mehr gibt?"

Seit einigen Monaten gehen weltweit Jugendliche freitags nicht in die Schule, sondern auf die Straße und fordern mehr Klimaschutz - so auch heute in Berlin und anderen deutschen Städten. Formiert sich da eine neue Bewegung? Und warum sorgt die Aktionsform "Klimastreik" für Aufsehen?