"Je mehr Wissen in der Welt ist, desto weniger müssen Menschen glauben"

Seit Jahren schreibt der österreichische Wissenschafts-Blogger Florian Freistetter unter anderem über den Klimawandel. Im Interview erklärt er, was seiner Meinung nach gegen „Fake News“ und Populisten hilft – und was das Erfolgsrezept seiner Texte ist

US-Forscher: Die menschliche Psyche gibt Falschmeldungen einen Extra-Kick

In einer Langzeitstudie hat ein Team vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) untersucht, wie sich wahre und falsche Nachrichten auf Twitter verbreiteten. Falschmeldungen, so das Ergebnis, waren weit erfolgreicher. Die Ursache dafür waren nicht technische Tricksereien - sondern die menschliche Sensationslust

"Klimawandel-Leugner suchen sich in Pseudo-Fachzeitschriften eine Bühne"

Im Wissenschaftsbetrieb sind sogenannte "Predatory Journals" schon länger eine Plage: Publikationen, die ohne gründliche Prüfung, dafür aber gegen Bezahlung alle möglichen Aufsätze veröffentlichen. Laut einem Bericht des Guardian nutzen nun auch Gegner der Klimaforschung solche Zeitschriften, um sich den Anschein von Renommee zu verschaffen

Gegner der Klimaforschung werben auf Google: "Dies sind die Informations-Kriege"

Mit gekauften Links bei der führenden Internet-Suchmaschine sorgen die Betreiber von Desinformations-Seiten in den USA für steigende Zugriffszahlen, berichtet die New York Times. "Es wird immer schwerer, unvoreingenommene und vertrauenswürdige Informationen zu finden"

Wie bekommt man Falschinformationen aus den Köpfen?

Die Süddeutsche Zeitung hat einige aktuelle Studien von Psychologen zu dieser Frage ausgewertet - mit ziemlich ernüchterndem Ergebnis: Mythen, Lügen, Gerüchte oder neudeutsch "Fake News" verhaken sich hartnäckig im menschlichen Gehirn

"Es ist wichtiger denn je, Leugnisten von Skeptikern zu unterscheiden"

Ob es um den Klimawandel geht, den Nutzen von Impfungen oder die Evolutionslehre - wer wissenschaftliche Fakten bestreitet, ist meist nicht von "gesunder Skepsis" getrieben. Sondern von einer fast ideologischen Haltung, argumentiert Christian Stöcker auf Spiegel Online und schlägt einen neuen Begriff hierfür vor: "Leugnismus"

Journalismus: Die Zeiten "ausgewogener Berichterstattung" zwischen Wissenschaft und Behauptungen sind vorbei

Um beiden Seiten einer vermeintlichen Debatte abzubilden, haben viele Zeitungen über lange Zeit Leugner eines menschengemachten Klimawandels zitiert. Das ist vorbei, schreibt ein deutsch-schweizerisches Forscherteam in Global Environmental Change. Die "Norm der Balance" sei einer "interpretativen" Haltung gewichen. Doch einige konservative Blätter bieten Leugnern weiterhin Raum

Kungelei oder klare Beweislage - was ist das eigentlich, "Konsens"?

Über Grundfragen des Klimawandels ist sich die Wissenschaft praktisch einig. Von einem "Konsens" der Klimaforschung ist die Rede. Doch der Begriff ist ebenso zentral wie schillernd, denn in der Politik bedeutet er etwas ganz anderes als in der Forschung. Dort ergibt er sich nicht durch irgendwelche Aushandlungsprozesse, sondern aus übereinstimmenden Ergebnissen unabhängiger Untersuchungen

Desinformations-Kampagnen kontern - mit einer "Schutzimpfung"

Wie sollten Wissenschaftler auf Versuche reagieren, die Öffentlichkeit mit Falschinformationen zur Klimaforschung zu verwirren? Ein Team von Psychologen aus den USA und Großbritannien beschreibt im Fachjournal Global Challenges, wie vorsorgliche Aufklärung über Desinformations-Kampagnen funktionieren kann

Klimaforschung angreifen, um Klimapolitik zu treffen

Die Politologen Constantine Boussalis und Travis Coan haben untersucht, was 19 konservative Denkfabriken in den USA in 15 Jahren zum Klimathema publiziert haben. Ihr Fazit: Die Leugner des Klimawandels sind nicht auf dem Rückzug. Und sie verfolgen eine indirekte Strategie

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