Online-Veranstaltung zum Stand der Forschung:
„Wie sehr nützen E-Autos dem Klima?“
In der Wissenschaft herrscht breiter Konsens darüber, dass elektrische Antriebe eine zentrale Rolle spielen müssen beim Klimaschutz im Verkehr. Doch während in vielen Ländern weltweit der Umstieg auf die neue Technologie in vollem Gange ist, gibt es in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz, bei der Elektromobilität trotz anziehender Marktanteile weiter ein verbreitetes Zögern.
Und die öffentlichen Debatten zum Thema drehen sich noch immer um grundlegende Fragen:
- Haben Elektroautos wirklich einen Klimavorteil?
- Welche Rolle können sie in einem künftigen Verkehrssystem spielen?
- Und gibt es überhaupt genügend Rohstoffe?
Unter dem Titel „Was nützt?“ veröffentlicht das Wissenschaftsportal Klimafakten seit knapp zwei Jahren gezielt Faktenchecks dazu, was wirksame und machbare Optionen beim Klimaschutz sind (und was vielleicht lediglich Scheinlösungen). Eine neue Veranstaltungsreihe macht dieses Wissen nun noch einfacher zugänglich: In rund 75-minütigen Online-Events stellt Klimafakten-Redaktionsleiter Toralf Staud die wichtigsten Erkenntnisse zu jeweils einer Klimaschutzoption kompakt dar, erörtert mit einem kundigen Gast aus der Wissenschaft den Stand der Forschung und lädt das Publikum zu Fragen ein.
Mittwoch, 27. Mai 2026
17h bis 18:15h
„Wie sehr nützen E-Autos dem Klima?“
Gast: Dr. Till Gnann,
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe
Link zur Anmeldung am Ende dieser Seite
Die Teilnahme ist kostenlos. Kooperationspartner bei der Veranstaltungsreihe „Was nützt?“ ist die Dialogplattform „Helmholtz Klima“. Hier finden Sie den Wissenschaftspodcast von Helmholtz Klima.
Hier finden Sie das ausführliche Klimafakten-F&A zum Thema E-Autos.
Kurzbiographien
Dr. Till Gnann arbeitet seit 2011 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Energietechnologien und Energiesysteme im Geschäftsfeld Energiewirtschaft des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe. Zuvor studierte er Wirtschaftsingenieurwesens am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), am Politecnico di Milano (Italien) und absolvierte einen Auslandsaufenthalt in Santa Clara, CA (USA). 2015 promovierte er am KIT zur Ausbreitung von Elektroautos und Ladeinfrastruktur, im Rahmen eines Forschungsaufenthalt in den USA arbeitete er 2016 unter anderem mit dem Argonne National Lab (Chicago, IL), dem Oak Ridge National Lab (Knoxville, TN) und dem US Department of Energy (Washington, DC). Von 2020 bis 2025 koordinierte er am Fraunhofer ISI das Querschnittsthema „Elektromobilität“, seit 2026 ist er Associate Editor der Zeitschrift Transportation Research D: Transport and Environment.
Toralf Staud lebt als Journalist und Buchautor in Berlin. Seit 2011 hat er das gemeinnützige Wissenschaftsportal Klimafakten mitaufgebaut und leitet dort den Bereich Redaktion & Content. Daneben war und ist er u.a. für Die Zeit sowie weitere Print-, Online- und Hörfunk-Redaktionen tätig und schreibt Bücher, zuletzt Am Kipppunkt. Wo das Klima zu kollabieren droht - und wie wir uns noch retten können (Kiepenheuer&Witsch, mit Benjamin von Brackel). Sein vorheriges Buch Deutschland 2050. Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird (Kiepenheuer&Witsch, mit Nick Reimer), stand mehrere Monate lang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus ausgezeichnet, als Teil eines Teams der Zeit erhielt er 2016 den Deutschen Reporterpreis in der Kategorie Datenjournalismus.