"Randständiges anhören, aber einordnen"

Wie gut arbeitet ein Arzt? In der Medizin stehen dafür Begriffe wie Behandlungsleitlinien oder Integrierte Versorgung. Wie gut arbeitet ein Umweltjournalist? Dies analysiert das Dortmunder Projekt Medien-Doktor Umwelt – seit 2013 untersucht es auch Berichte zum Thema Klimaforschung. Wie also steht es um den Umwelt- und Klimajournalismus in Deutschland? Und wie sollten Medien zum Beispiel mit Minderheitenpositionen in der Wissenschaft umgehen? Ein Interview mit der leitenden Redakteurin Wiebke Rögener

Idee aus den USA: Mit einem "Wahrheits-Gelöbnis" gegen Desinformation

Eine Initiative von Verhaltensforschern der Ohio State University will Privatpersonen wie Politiker und Intellektuelle zur Wahrheitsliebe erziehen, um der Verbreitung von Falschnachrichten Einhalt zu gebieten. Zwei Studien aus eigenem Hause attestieren erste Erfolge bei Facebook

Wissensvermittlung mit Spaßfaktor: Fake News zum Selberbasteln

Per Online-Spiel versucht eine Gruppe von Wissenschaftlern und Journalisten mit Sitz in Den Haag, vergnüglich und anschaulich die Dynamik und Attraktivität von Desinformations-Kampagnen in Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter zu vermitteln

US-Forscher: Die menschliche Psyche gibt Falschmeldungen einen Extra-Kick

In einer Langzeitstudie hat ein Team vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) untersucht, wie sich wahre und falsche Nachrichten auf Twitter verbreiteten. Falschmeldungen, so das Ergebnis, waren weit erfolgreicher. Die Ursache dafür waren nicht technische Tricksereien - sondern die menschliche Sensationslust

Wie bekommt man Falschinformationen aus den Köpfen?

Die Süddeutsche Zeitung hat einige aktuelle Studien von Psychologen zu dieser Frage ausgewertet - mit ziemlich ernüchterndem Ergebnis: Mythen, Lügen, Gerüchte oder neudeutsch "Fake News" verhaken sich hartnäckig im menschlichen Gehirn

Falschaussagen zur Wissenschaft: In Meinungsbeiträgen erlaubt?

In den Medien tauchen gelegentlich fehlerhafte oder zumindest zweifelhafte Aussagen zur Klimaforschung auf. Gegen einen solchen Fall ist kürzlich ein britischer Forscher vorgegangen – erfolglos. Häufig handelt es sich bei derartigen Texten um Meinungsartikel, die den besonderen Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit genießen. Doch ein Blick in die Standesregeln der Presse zeigt, dass die journalistische Sorgfaltspflicht auch dort gilt

"Machen wir uns die Mühe, Falschinformationen zu korrigieren"

Wenn in Zeitungen, Blogs oder neuerdings sogar vom künftigen US-Präsidenten wissenschaftliche unhaltbare Dinge verbreitet werden - was sollten Forscher dann tun? Der britische Geochemiker Phil Williamson plädiert im Fachmagazin Nature für unverdrossenes Widersprechen. Und macht einen ganz konkreten, innovativen Vorschlag

"Fake News": Mehr Klicks für Klimamythen als für seriösen Journalismus

Ein kanadischer Umwelt-Blog hat analysiert, was auf Facebook&Co. im vergangenen halben Jahr der meistverbreitete Text zum Klimawandel war. Ergebnis: ein mehr als windiger Artikel darüber, dass die ganze Erderwärmung ein Scherz sei

Im Blindtest: Ökonomen und Statistiker erkennen "falsche" Klimaforschung

Für eine Studie in Global Environmental Change anonymisierten Psychologen einige Grundaussagen der Klimaforschung sowie typische Behauptungen von deren Kritikern. Gemeinsam mit den zugrundeliegenden Daten wurden die Aussagen dann Ökonomen und Statistikern, also völlig fachfremden Wissenschaftlern, zum Plausibilitätstest vorgelegt. Das Ergebnis fiel eindeutig aus

Klimaforschung angreifen, um Klimapolitik zu treffen

Die Politologen Constantine Boussalis und Travis Coan haben untersucht, was 19 konservative Denkfabriken in den USA in 15 Jahren zum Klimathema publiziert haben. Ihr Fazit: Die Leugner des Klimawandels sind nicht auf dem Rückzug. Und sie verfolgen eine indirekte Strategie

Seiten