Behauptung: „Die Folgen des Klimawandels sind nicht (so) schlimm“

Behauptung: „Die Erderwärmung wird Deutschland kaum Probleme bereiten“

Behauptung: Die Folgen der Erderwärmung für Deutschland sind nicht sehr schlimm – und einige sogar positiv. Es wird hierzulande kein Klima geben, mit dem Menschen nicht schon heute irgendwo auf der Welt konfrontiert sind. Deutschland wird die Folgen jedenfalls gut bewältigen – auf teure Klimaschutzmaßnahmen, die Wirtschaft und Wohlstand bedrohen, sollten wir deshalb verzichten.

Fakt ist: Auch Deutschland muss sich auf durchaus gravierende Folgen der Erderwärmung einstellen. Ein Verzicht auf Klimaschutz würde die Kosten dafür drastisch erhöhen

Antwort: 

Schon heute sind hierzulande erste Folgen des Klimawandels spürbar, und die Prognosen sind klar: Vor allem der Süden Deutschlands wird wärmer, etliche Regionen werden trockener, Hochwasser wahrscheinlich zunehmen. Die Folgen einer fortschreitenden Erderwärmung werden auch hierzulande gravierend sein, aber für ein wohlhabendes Land wie Deutschland vermutlich beherrschbar bleiben. Doch dies taugt nicht als Argument gegen Klimaschutz: Denn die nötigen Anpassungsmaßnahmen werden umso teurer, je weiter der menschliche Treibhausgasausstoß und damit die Erdtemperaturen wachsen. Und in vielen anderen Staaten weltweit bedroht der Klimawandel Menschen unmittelbar an Leib und Leben.

Auch in Deutschland sind die ersten Folgen des Klimawandels schon zu beobachten: Es ist heute wärmer als vor hundert Jahren, es gibt zum Beispiel weniger Schneetage, im norddeutschen Obstanbaugebiet Altes Land blühen die Bäume inzwischen zwei bis drei Wochen früher als noch 1975.

Um rund ein Grad Celsius ist die Jahresdurchschnittstemperatur zwischen 1901 und 2000 in Deutschland gestiegen (Jonas et al. 2005), von etwa acht auf rund neun Grad Celsius (siehe schwarze Linie in Abbildung 1). Der Langzeittrend zeigt klar nach oben, aber natürlich verlief die Entwicklung nicht linear: Auf einen raschen Anstieg Anfang des Jahrhunderts folgte eine eher wechselhafte Periode und ab den 40-er Jahren wieder eine starke Erwärmung, nach einer erneuten Pause war seit Ende der 70-er Jahre ein kontinuierlicher und rapider Anstieg zu beobachten. Und von den letzten 30 Jahren waren laut Messungen des Deutschen Wetterdienstes 24 wärmer als der langjährige Durchschnitt.

Lufttemperatur Deutschland

Abbildung 1: Wie es für das Klima typisch ist, schwanken die Mitteltemperaturen der einzelnen Jahre (blaue Kurve) stark – aber langfristig ist der Trend (schwarze Linie) deutlich, im letzten Jahrhundert zum Beispiel war in Deutschland bereits eine Erwärmung um rund ein Grad Celsius zu beobachten. Der rote Bereich zeigt die laut verschiedener Simulationen künftig erwarteten Temperaturen, das Szenario „A1B“ beschreibt dabei ein Niveau  Treibhausgasemissionen, das in der Realität bereits überschritten wird. Es ist deshalb kein Wunder, dass die schwarze Linie eher am oberen Rand der rötlich schraffierten Zone verläuft; Quelle: DWD 2012

Wegen der typischen Schwankungen des Klimas wird es weiterhin auch wärmere und kältere Jahre geben, aber langfristig gibt es keinen Zweifel an der Erwärmung  in Deutschland – und diese wird auch in Zukunft weitergehen. Das Bundesumweltministerium fasst die Ergebnisse verschiedener Klimamodell-Rechnungen wie folgt zusammen:

„Es wird sehr wahrscheinlich insbesondere im Winter wärmer. Um wie viel Grad hängt vor allem davon ab, wie stark die Menschheit das Treibhaus Erde weiter anheizt. Die Experten rechnen im Jahresdurchschnitt mit einem Plus von 0,5 bis 1,5 Grad Celsius für den Zeitraum 2021 und 2050. In den letzten 30 Jahren des Jahrhunderts könnten es dann sogar 1,5 bis 3,5 Grad mehr sein als im Referenzzeitraum 1961 bis 1990.

Besonders deutlich könnte sich der Klimawandel bei den Niederschlägen bemerkbar machen. Vermutlich bleiben die Mengen zwar aufs Jahr gerechnet einigermaßen konstant. Doch im Sommer kann es künftig bis zu 40 Prozent weniger regnen. Davon besonders stark betroffen könnte der Südwesten sein. Der Winter könnte dagegen – je nach Modell – null bis 40 Prozent mehr Niederschlag bringen.“

Ohne Anpassung an solche Klimaänderungen stünde Deutschland vor großen Problemen – denn auf klimatische Verhältnisse, wie sie in anderen Weltregionen schon heute üblich sein mögen, sind Gesellschaft und Infrastruktur hierzulande nicht vorbereitet. Künftig sollten beispielsweise Dächer für höhere Schneelasten ausgelegt werden, städtische Kanalisationen für stärkere Regenfälle. Die Landwirtschaft wird bessere Bewässerungssysteme brauchen und neue Sorten, im Alten Land etwa pflanzen die Obstbauern schon heute neue Apfelsorten. Auch der Forstwirtschaft dürfte die Anpassung besondere Probleme bereiten – denn das Klima wandelt sich womöglich schneller, als neue Baumbestände heranwachsen können.

Die Bundesregierung hat bereits 2008 eine nationale Anpassungsstrategie beschlossen, auch alle Bundesländer sowie zahlreiche Städte und Landkreise haben Anpassungspläne bzw. arbeiten daran. Die Kosten dieser Maßnahmen sind schwer absehbar, sie werden aber mit Sicherheit immens sein.

Dass das wohlhabende Deutschland die Anpassung an den absehbaren Klimawandel sicherlich bewältigen wird, ist kein Argument gegen Klimaschutz. Je weiter nämlich der Ausstoß an Treibhausgasen steigt, desto teurer werden die notwendigen Maßnahmen. Und bei einer völlig ungebremsten Erderwärmung werden auch für Deutschland Klimaveränderungen erwartet, die irgendwann nicht mehr beherrschbar sind. Zudem ist Klimaschutz ein Gebot der Fairness, weil ärmere Länder schon in naher Zukunft von den Folgen des Klimawandels überfordert sein werden.

klimafakten.de, Stand: Oktober 2012

Die menschengemachte Erderwärmung ist nichts, was in der Zukunft liegt – sie hat längst begonnen. Auch in Deutschland sind bereits Veränderungen des langjährigen Klimas zu beobachten: Von 1901 bis 2000 stieg die Durchschnittstemperatur um knapp 0,9 Grad Celsius, die Niederschläge nahmen im gleichen Zeitraum um etwa neun Prozent zu, je nach Region fallen solche Veränderungen noch deutlich stärker aus (Jonas et al. 2005).

Deutschland mit seiner Lage in der gemäßigten Klimazone gehört voraussichtlich nicht zu den Staaten, die am schwersten von der Erderwärmung betroffen sind. Doch Experten rechnen damit, dass die verschiedenen Folgen des Klimawandels auch hierzulande gravierend sein werden.

 

Wie wird das Klima in Deutschland?

In den vergangenen Jahren gab es eine ganze Reihe von Forschungsvorhaben, die die voraussichtlichen Auswirkungen von Klimaveränderungen für unterschiedliche Regionen und Zeiträume, für verschiedene Bereiche von Wirtschaft oder Gesellschaft untersuchten. Dabei wurden, ausgehend von den in den kommenden Jahrzehnten zu erwartenden weltweiten Treibhausgasemissionen, wahrscheinliche Reaktionen des Klimasystems simuliert. Dank einer immer größeren Datenfülle, verfeinerter Klimamodelle und leistungsfähigerer Computer sind inzwischen relativ verlässliche Aussagen über künftige klimatische Verhältnisse sogar für einzelne Regionen Deutschlands möglich.

Das Umweltbundesamt (UBA) fasst den Forschungsstand wie folgt zusammen:

Im Vergleich des möglichen Klimas der Jahre 2071 bis 2100 mit dem Zeitraum 1961 bis 1990 zeigen die Klimamodelle, dass

• die Temperaturen in Deutschland regional und jahreszeitlich unterschiedlich voraussichtlich um 1,5 bis 3,7°C steigen,

• es weniger Frosttage, mehr heiße Tage und mehr Tropennächte geben wird sowie die Zahl und Dauer von Hitzewellen zunehmen werden,

• sich die sommerlichen Niederschläge durchschnittlich um 30 Prozent verringern und gleichzeitig die Häufigkeit von Starkniederschlägen zunimmt,

• wir mit einem Rückgang der Gletscher und Schneebedeckung in den Alpen rechnen müssen und

• der Meeresspiegel mit im Mittel plus 30 Zentimeter deutlich höher liegen könnte. Hierbei gilt es zu beachten, dass für einen Teil der Küsten in Deutschland wegen der Landsenkung und wegen der Gezeitenvergrößerung mit deutlich höherem Meeresspiegelanstieg zu rechnen ist […] .

Die regionalen Klimamodelle des UBA erwarten für die Küstenregionen von Nord- und Ostsee bis zum Ende des 21. Jahrhunderts einen vergleichsweise geringen Temperaturanstieg. Ursache dafür ist die Nähe zum Meer und das relativ ausgeglichene und gemäßigte Küstenklima. Allerdings verändert sich die Häufigkeit so genannter Temperaturkenntage (Eistage, Frosttage, Sommertage, Tropennächte) [je nach Region]  zum Teil deutlich. Im Hinblick auf den Niederschlag berechnen die Modelle für die Nordseeküste und das nordwestdeutsche Tiefland eine überdurchschnittliche Zunahme im Winter und für die Ostseeküste und das nordostdeutsche Tiefland eine besonders starke Abnahme der sommerlichen Niederschläge.“

Die Veränderungen in den Charakteristika der Jahreszeiten, wie zum Beispiel die Verlängerung der Vegetationsperiode, werden sich auch in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen. So macht sich zum Beispiel für den Oberrheingraben der Klimawandel besonders mit einer deutlichen Zunahme heißer Tage und Nächte sowie der Zahl und Dauer der Hitzeperioden bemerkbar.

Zwar sind im Zuge des Klimawandels für Deutschland keine klimatischen Bedingungen zu erwarten, die nicht irgendwo anders auf der Welt bereits bekannt sind und von den dortigen Gesellschaften bewältigt werden – doch das bedeutet nicht, dass hierzulande nichts getan werden muss. Denn die meisten Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft sind nach Ansicht von Experten mäßig bis hoch anfällig auch für moderate Klimaänderungen.

 

Welche Folgen hat das, und wie kann man sich anpassen?

Zwar wird es auch positive Aspekte des Klimawandels geben, aber für Deutschland dürften (wie im Weltmaßstab) insgesamt die negativen überwiegen – bzw. solche, die teure Anpassungsmaßnahmen erfordern. In den vergangenen Jahren gab es bereits zahlreiche Forschungsprojekte zum Thema, allein die Bundesregierung förderte Dutzende.

Ergebnisse neuester Modellrechnungen legte Ende 2012 das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung vor. Etliche Wirtschaftszweige müssen sich demnach auf deutliche Veränderungen einstellen:

„Während insgesamt in Deutschland ein Anstieg der Holzproduktion zu erwarten ist, werden Bäume in einigen trockenen Regionen Ostdeutschlands leiden. Die Ernten bei Winterweizen dürften künftig leicht besser ausfallen, bei Mais leicht schlechter. Die Schneeschmelze im Frühling führt zu einem erhöhten Risiko, dass Flüsse über die Ufer treten, hingegen können niedrigere Wasserstände im weiteren Jahresverlauf die Schifffahrt behindern. Eine höhere Temperatur von Flusswasser im Sommer kann die Kühlung von Großkraftwerken beeinträchtigen.“

Die Anpassungsstrategie der Bundesregierung zählt für 15 Bereiche mögliche Folgen der Klimaänderungen auf – und was man dagegen tun kann bzw. muss. Hier nur drei Beispiele:

• Das Gesundheitswesen muss sich künftig darauf einstellen, dass sich bereits bekannte Krankheitserreger wie die durch Zecken übertragenen FSME-Viren in einem milderen Klima weiter ausbreiten; außerdem werden neue Erreger hinzukommen, beispielsweise Dengue- oder Chikungunya-Viren, die durch die bislang hierzulande nicht heimische Asiatische Tigermücke übertragen werden können. Die in Städten deutlich zunehmenden Sommerhitzen werden zu vermehrten Herz-Kreislauf-Krankheiten mit häufigeren Todesfällen führen. Auch Allergien dürften sich ausbreiten (etwa infolge verlängerter Pollenflugzeiten). Weil bei wärmeren Temperaturen Lebensmittel schneller verderben, ist möglicherweise mit einer Zunahme von Magen-Darm-Erkrankungen beispielsweise durch Salmonellen zu rechnen.

• Auch das Bauwesen steht vor großen Herausforderungen. Für die in den nächsten Jahrzehnten häufigeren und stärkeren Hitzewellen sind die meisten Gebäude in Deutschland nicht ausgelegt (ebenso wenig die hiesigen Transportmittel, wie die Probleme an Klimaanlagen von ICE-Schnellzügen zeigen). Ganz generell dürften Lüftungs- und Klimaanlagen in den kommenden Jahrzehnten viel wichtiger werden als bisher. In der Stadtplanung muss beispielsweise stärker darauf geachtet werden, dass es in dicht bebauten Gebieten mehr Bäume, Parks und Gewässer gibt (die vor allem im Sommer für kühlere und feuchtere Luft sorgen). Zunehmende Schneemengen im Winter könnten die Traglast vieler Dächer überfordern, vielerorts ist die Kanalisation nicht leistungsfähig genug für die künftigen Starkregen. Erschwerend wirkt sich aus, dass in Deutschland nur relativ wenige neue Gebäude entstehen und der Anteil von Altbauten vergleichsweise hoch ist – Nachrüstungen aber sind erfahrungsgemäß schwieriger und teurer als die Berücksichtigung veränderter Anforderungen bei Neubauten.

• Land- und Forstwirtschaft sind die Wirtschaftszweige, die am wohl unmittelbarsten von Wetter und Klima abhängig sind. Schon heute zu beobachtende regionale Unterschiede dürften sich im Zuge der Erderwärmung verschärfen – und damit auch je nach Region sehr verschiedene Anpassungsstrategien nötig sein. Positiv könnte sich auswirken, dass eine Klimaveränderung zu längeren Vegetationsperioden führt, auch fördert ein erhöhter Kohlendioxid-Gehalt in der Luft grundsätzlich das Pflanzenwachstum. Allerdings werden solche möglichen Vorteile durch Wassermangel und andere Stressfaktoren – mindestens teilweise zunichtegemacht. In der Agrarwirtschaft wird auf den Klimawandel bereits durch die Züchtung und den Einsatz neuer Pflanzenarten reagiert, zum Beispiel bei Weizen. Die Bewässerungsmöglichkeiten müssen in vielen Regionen ausgebaut werden. Pflanzen und Nutztiere sind ebenfalls durch neu einwandernde Krankheitserreger bedroht. Die Forstwirtschaft steht vor dem Problem, dass die Lebenszeit von Bäumen mit mehreren Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten sehr lang ist, die Umstellung auf neue Baumarten (etwa Douglasien) deshalb langsamer gelingen könnte, als der menschengemachte Klimawandel abläuft.

 

Und was kostet es, sich anzupassen?

Die möglichen Schäden, die im Zuge der Erderwärmung erwartet werden müssen, sind auch hierzulande hoch. Seriöse Schätzungen sind wegen verschiedener Unsicherheiten sehr schwer, aber schon ein Blick auf vergangene Extremwetterereignisse macht die Dimensionen klar: Die gesamtwirtschaftschaftlichen Schäden durch das Elbehochwasser 2002 wurden auf rund 9,4 Milliarden Euro beziffert. Als Folge des außergewöhnlich heißen Sommers im Jahr 2003 zählten Statistiker in Deutschland über 7.000 Todesfälle mehr als in üblichen Sommern, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bezifferte die wirtschaftlichen Kosten der Hitzewelle jenes Jahres für ganz Europa auf zehn bis 17 Milliarden Euro.

Eine Studie im Auftrag der EU ergab, dass bis zum Jahr 2080 infolge des Klimawandels in Europa mit gesamtwirtschaftlichen Verlusten von jährlich 20 bis 65 Milliarden Euro zu rechnen ist. Allein die Schäden, die aus der Zunahme von Überschwemmungen resultieren, würden sich auf rund 7,7 Milliarden Euro verdoppeln (Ciscar et al. 2011).

Noch schwieriger ist es, die Kosten von Anpassungsmaßnahmen zu schätzen, unter anderem wegen der langen Zeiträume, die betrachtet werden müssen. Die erwähnte EU-Studie geht davon aus, dass in den kommenden Jahrzehnten europaweit allein für verbesserten Küstenschutz zwischen 250 Millionen und eine Milliarde Euro pro Jahr zusätzlich ausgegeben werden müssen, bis 2100 sollen die Kosten auf 300 Millionen bis 2,6 Milliarden Euro pro Jahr steigen.

Das Umweltbundesamt hat in einer Ende 2012 veröffentlichten Untersuchung gut zwei Dutzend mögliche Anpassungsmaßnahmen zum Beispiel in den Bereichen Verkehr, Wasserwirtschaft, Bauwesen, Energieversorgung oder Bevölkerungsschutz auf ihre Rentabilität untersucht – und damit Empfehlungen versucht, wo knappes Geld aus öffentlichen Haushalten besonders gut angelegt ist. Im Ergebnis raten die Experten beispielsweise dazu, in die Züchtung neuer Pflanzensorten oder den Aufbau von Hitzewarnsystemen im Gesundheitswesen zu investieren. Auch sollten Förderprogramme für die Dachbegrünung in Städten aufgelegt oder ab sofort im Straßenbau nur noch hitzebeständiger Asphalt verwendet werden.

Grundsätzlich dürfte für Deutschland die Anpassung an die zu erwartenden Klimaänderungen möglich sein. Doch das bedeutet nicht, dass deshalb auf Maßnahmen zur Verminderung des Treibhausgas-Ausstoßes verzichtet werden könnte. Denn je weniger der Klimawandel gebremst wird, desto aufwändiger und teurer wird die Anpassung. Und schon der heute absehbare Klimawandel droht wirtschaftlich schwache Staaten, vor allem in Afrika und Asien, zu überfordern.

Eine ungebremste Erderwärmung würde aller Voraussicht nach irgendwann auch hierzulande schwere Folgen nach sich ziehen – bei denen eine Anpassung nur noch unter großen Mühen oder gar nicht mehr möglich ist, deren Kosten jedenfalls exorbitant steigen und irgendwann auch die Wirtschaftskraft der Bundesrepublik ernsthaft beeinträchtigen dürften.

klimafakten.de, Stand: Oktober 2012