Die Sozialwissenschaften - ein ziemlich weißer Fleck der Klimaforschung

Nur langsam reagieren Gesellschaften auf die Herausforderungen durch den Klimawandel. Woran das liegt, könnten vielleicht Sozialwissenschaftler beantworten. Doch in der staatlichen Forschungsförderung zum Klimawandel spielen sie neben den Naturwissenschaften weiterhin nur eine Nebenrolle

Behauptung: „Die ökonomischen Kosten des Klimawandels sind marginal.“

„Die Erderwärmung bringt ökonomische Vorteile, zum Beispiel wachsen Ackerpflanzen besser, und es muss weniger Geld für Heizenergie ausgegeben werden. Zugleich können die negativen Folgen durch Anpassungsmaßnahmen gemildert werden. Insgesamt fallen die Kosten des Klimawandels angesichts des Wachstums der Weltwirtschaft kaum ins Gewicht.“

Behauptung: „Klimaschutz ist zu schwierig und viel zu teuer“

Behauptung: "Niemand kann darlegen, wie wir unsere Emissionen um vier Fünftel verringern können, ohne unsere Wirtschaft zu ruinieren. Dieses Vorhaben grenzt umso mehr an Wahnsinn, als eine solche Donquichotterie die rasch ansteigenden CO2-Emissionen der Erde gar nicht aufhalten könnte, die seit 1990 bereits um 40 Prozent zugenommen haben. Es gibt keine Möglichkeit, eine Verdopplung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2100 zu verhindern."
Christopher Booker, Kolumnist des Sunday Telegraph